Eingeläutet wurde das traditionsreiche Grossereignis wie gewohnt um 12 Uhr vom Glöcklein der Martinskirche. Darauf stürmten Kinder und Jugendliche die Bahnen, deren Fahrten in der ersten Viertelstunde jeweils gratis sind.

Weitherum sichtbares Wahrzeichen der Herbstmesse ist das Riesenrad auf dem Münsterplatz. Ein Höhepunkte im wahrsten Sinne des Wortes ist auch das 62,5 Meter hohe Kettenkarussell auf dem Kasernenareal, das erstmals in Basel aufgebaut wurde.

Für die diesjährige Herbstmesse bewarben sich 937 Schausteller und Marktfahrer. Zugelassen wurden 496 Geschäfte: neben 60 Bahnen, 65 Verpflegungsbetrieben und 64 Confiserien auch 67 Spielgeschäfte und 240 Marktstände.

Bald gesetzlicher Schutz für Messe

"D Mäss" findet an insgesamt acht Standorten beidseits des Rhein statt und dauert und bis zum 13. November, auf dem Petersplatz zwei Tage länger. Parallel zur Herbstmesse finden bis zum 6. November auch die Basler Herbstwarenmesse und die Weinmesse statt.

Die Herbstmesse beschäftigt bald auch die Basler Politik: Demnächst muss der Grosse Rat über ein neues Herbstmessegesetz entscheiden, das diesen Grossanlass als Kulturgut schützen und die heutigen Standorte sichern soll. Der Gesetzesentwurf der Regierung basiert auf einer 2008 eingereichten Volksinitiative.

Die Basler Herbstmesse blickt auf eine lange Tradition zurück: Die Stadt hatte 1471 von Kaiser Friedrich III. das Recht erhalten, auf ewige Zeiten Jahrmärkte durchzuführen. Tatsächlich hat die Herbstmesse in Basel seit 1471 ununterbrochen stattgefunden.