Während in Grossbritannien Adrian und Gillian Bayford nach dem Gewinn von 190 Millionen Euro (228 Millionen Franken) bei Euro Millions vor die Fernsehkameras traten und eine live übertragene Medienkonferenz gaben, wurde der deutsche Gewinner des 33 Millionen Franken schweren Eurojackpots von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Der 41 Jahre alte Brite und seine ein Jahr jüngere Frau gingen am Dienstag bewusst an die Öffentlichkeit. "Wir wollen unser Glück teilen", sagte die Kinderkrankenschwester und Mutter zweier kleiner Kinder im Alter von vier und sechs Jahren. Das Ehepaar will das Geld nicht für sich behalten.

"Wir werden unsere Freunde und unsere Familie unterstützen", kündigte Gillian Bayford an. Ausserdem wolle sie darüber nachdenken, an Wohltätigkeitsorganisation für Kinder zu spenden.

Ihr Ehemann will sich ein Auto kaufen - "etwa Geräumiges", meinte der Zwei-Zentner-Mann, der in seiner Heimatstadt einen kleinen Musikladen betreibt. Auf keinen Fall will das Ehepaar sein Leben komplett ändern und die Bodenhaftung verlieren.

Euro Millions und Eurojackpot

In Grossbritannien wird der Gewinn bei der europäischen Gemeinschaftslotterie Euro Millions nur als zweitgrösster in der britischen Lotto-Historie gewertet. Im Juli 2011 hatte ein Ehepaar aus Schottland 185 Millionen Euro (222 Millionen Franken) gewonnen, was damals 161 Millionen Pfund waren.

Die 190 Millionen Euro des neuerlichen Jackpots sind wegen des inzwischen schwächeren Euros nur 148 Millionen Pfund wert. An der Euro-Millions-Lotterie, deren Glückszahlen allwöchentlich in Paris gezogen werden, nehmen neun Länder teil, darunter die Schweiz.

Der unter anderem in Deutschland gespielte Eurojackpot ist eine Art Konkurrenzveranstaltung dazu mit acht Mitgliedsländern. Die umgerechnet 33 Millionen Franken sind der drittgrösste Einzelgewinn, der jemals in Deutschland ausgeschüttet wurde.