Pflanzenkrankheiten

2009: Weniger Feuerbrand und weniger Streptomycin-Einsatz

Feuerbrand nahm 2009 ab (Archiv)

Feuerbrand nahm 2009 ab (Archiv)

Die Schweizer Obstbäume sind 2009 weniger vom Feuerbrand befallen worden als im Vorjahr. Ensprechend ging auch der Einsatz des Antibiotikums Streptomycin zurück, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) mitteilte.

Aus 394 Gemeinden wurden Befälle gemeldet. Im Vorjahr wütete die Pflanzenseuche noch in 660 Gemeinden. Mit dem Rückgang wurde auch weniger Streptomycin versprüht, schreibt der LID aufgrund von Zahlen des Bundesamts für Landwirtschaft.

Insgesamt wurden 303 Kilogramm des Mittels eingesetzt, ein Drittel weniger als im Vorjahr. Geprüht wurde der Wirkstoff in 134 Gemeinden in 11 Kantonen.

Mit ein Grund für die Verringerung des Antibiotikumeinsatzes ist die dieses Jahr im April bereits beendete Blüte der Apfel- und Birnenbäume. Die Bäume kamen damit gar nicht in die kritische Blüteninfektionsperiode des Feuerbrands.

Weil der Feuerbrand-Erreger eine Resistenz gegen das Antibiotikum Streptomycin bilden könnte, darf das Mittel nur mit amtlicher Bewilligung und nach genauen Richtlinien eingesetzt werden.

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