Ethan greift dabei auf ein Schlupfloch in der Verfassung des Staates im Nordosten der USA zurück, das keine Altersgrenze für eine Kandidatur festlegt. Kandidaten müssen lediglich seit mindestens vier Jahren in Vermont gelebt haben. Ethan lebt seit 14 Jahren in dem Bundesstaat.

Sein Webauftritt präsentiert ihn als Vorkämpfer für Familien der Mitte- und Arbeiterklasse mit "den richtigen Ideen" für eine Gesundheitsreform, die wirtschaftliche Entwicklung und Bildung - ungeachtet der Tatsache, dass er selbst noch Jahre von einem Schulabschluss entfernt ist.

Ethan identifiziert sich mit dem progressiven Flügel der Demokraten. "Ich denke, ich bin der Kandidat, der den Wandel, den wir brauchen, am besten repräsentiert", sagte Ethan jüngst bei einem im Fernsehen übertragenen sogenannten Townhall-Meeting.

Trotz Lobs für seine "Reife" und sein politisches Interesse hat Ethans Wahlkampf Forderungen nach einer Schliessung des Alters-Schlupflochs in der Verfassung laut werden lassen. "Um ganz ehrlich zu sein, ich denke, wir sollten uns das mal anschauen", sagte der republikanische Gouverneur Phil Scott, der selbst zur Wiederwahl antritt. Seiner Meinung nach sollte ein Gouverneur bei Amtsantritt "zumindest schon in der Lage sein, einen Führerschein zu bekommen".