Mord
Ermordete Schweizerin in Frankreich: Ungeklärter Fall wird neu aufgerollt

Eine junge Schweizer Touristin wurde vor 14 Jahren an einem Strand nahe Bordeaux ermordet aufgefunden. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. Die Ermittler haben nun aber DNA-Spuren an der Leiche entdeckt, die nicht vom Mädchen stammen.

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Dank neuer DNA-Spuren rollen französische Ermittler den Mord an einer Schweizerin neu auf. (Symbolbild)

Dank neuer DNA-Spuren rollen französische Ermittler den Mord an einer Schweizerin neu auf. (Symbolbild)

Keystone

Wie am Wochenende von Seiten der Ermittler verlautete, stützen sich die Untersuchungen nun auf das unmittelbare Umfeld der damals 18-Jährigen. Sie war Anfang August 2000 erwürgt und halb im Sand verscharrt am Strand von Carcans entdeckt worden. Dort machte sie mit ihrer Familie Campingurlaub.

An der Leiche seien DNA-Spuren entdeckt worden, die nicht von dem Mädchen stammten, daher konzentrierten sich die Ermittlungen nun auf mögliche Kontaktpersonen des Mädchens unmittelbar vor ihrem Tod, hiess es in Bordeaux. Mehrere Rechtshilfeersuchen seien bereits von der französischen Justiz ausgestellt worden.

Die Ermittler sollen in der Schweiz, in den Niederlanden und in Deutschland nach Personen suchen, die mit dem Mädchen in Kontakt standen. Aus diesen Ländern stammen viele Touristen, die sich zur Tatzeit in Carcans aufhielten.

Die Ermittler waren bereits im März in der Schweiz und werden im Mai erneut dort erwartet. Auch 14 Jahre nach dem Tod des Mädchens gebe es noch immer Leute, die etwas zu dem Fall zu sagen hätten, sagte ein mit den Ermittlungen Vertrauter. Möglicherweise hätten noch mehr Menschen etwas gesehen und sich nie getraut, es zu melden. "Vielleicht lockern sich die Zungen jetzt."

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