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Eine Million Dollar auf CS-Konto: Schweiz gibt Geld für Fussballverband frei

Eduardo Deluca 2006 bei der Ziehung der Copa Sudamericana.

Eduardo Deluca 2006 bei der Ziehung der Copa Sudamericana.

Der Prozess um Korruption und Veruntreuung im südamerikanischen Fussballverband hat finanzielle Folgen: Der Verband erhält Geld zurück. Die Spuren führen dabei in die Schweiz.

(mg) Es ist eine eindrückliche Summe, die der südamerikanische Fussballverband (CONMEBOL) erhält: 1'009'906 Dollar von einem Konto der Credit Suisse soll gemäss Bundesanwaltschaft über den Atlantik überwiesen werden. Dies geht aus einer Notifikation hervor, die am Dienstag im Bundesblatt veröffentlicht wurde. Das Konto gehört Eduardo Carlos Deluca und/oder Andrés Castelli. Vor allem der Name Deluca lässt aufhorchen. Er ist ein ehemaliger ranghoher Fussballfunktionär und einer der Protagonisten im spektakulären Verfahren der Bundesanwaltschaft gegen Korruption im Fussballverband.

Laut der «NZZ am Sonntag» wurde der Argentinier Deluca dabei schuldig gesprochen wegen Gehilfenschaft zur mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung. Neben einer Busse und einer bedingten Geldstrafe habe die Bundesanwaltschaft auch verfügt, dass dem südamerikanischen Fussballverband insgesamt 16,4 Millionen Franken zugesprochen werden. Deluca soll dieses Geld aus Erlösen aus dem Verkauf von Fernseh- und Vermarktungsrechten des südamerikanischen Fussballverbands unrechtmässig abgezweigt haben. Die jetzt eingezogenen Beiträge sind nicht die ersten. Bereits im Dezember hatte die Bundesanwaltschaft die Rückzahlung von Geldern aus Konti bei der Credit Suisse und Julius Bär eingefordert.

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