Westschweiz

Ein Wolf spaziert mitten durch zwei Freiburger Städte

Ein Wolf ist in Bulle und Broc aufgekreuzt. (Symbolbild)

Ein Wolf ist in Bulle und Broc aufgekreuzt. (Symbolbild)

Ein junger Wolf ist im Kanton Freiburg zweimal mitten in städtischem Gebiet gesichtet worden: Am Sonntag in Bulle und am Dienstag in Broc. Ein Wissenschafter erklärt, was bei einem Treffen zu tun ist.

Der Wolf habe Angst vor Menschen, betonte Elias Pesenti, wissenschaftlicher Mitarbeiter des freiburgischen Amtes für Wald, Wild und Fischerei. Bei einem Zusammentreffen ergreife der Wolf als erster die Flucht. Für den Menschen heisse es daher, kühlen Kopf zu bewahren und den Wolf möglichst in Ruhe lassen.

Das in Bulle und Broc gesichtete Tier ist laut Pesenti mindestens ein Jahr alt. Bei den Wölfen ist aktuell Paarungszeit. Das Tier habe vermutlich seine Meute verlassen, um sich ein neues Revier zu suchen, führte Pesenti aus.

Spezialisten suchen derzeit nach Kot und Haaren des Tiers, um es identifizieren zu können.

Die Pendlerzeitung "20 Minuten" veröffentlichte Leserbilder des Wolfs in Bulle. Ein weiterer Passant fotografierte das Tier am selben Abend. In Broc fotografierte und filmte ein Wildhüter den Wolf. Auf den Aufnahmen wirkt der Wolf gestresst und ergreift die Flucht.

Ob sich das Tier noch auf Freiburger Boden befindet ist nicht bekannt. Ein Wolf kann pro Tag gut und gerne 20 Kilometer zurücklegen. Es ist also möglich, dass er unterdessen schon in einem Nachbarkanton ist.

Soll der Wolf gejagt werden dürfen?

Emotionale Ständeratsdebatte: Darf der Wolf gejagt werden?

Nach einer emotionalen Debatte sagte der Ständerat im März 2016 mit 26:17 Stimmen Nein zu einer Motion, welche es erlauben sollte, den Wolf künftig ganzjährig zu jagen. Motionär Beat Rieder (CVP/VS) und Roberto Zanetti (SP/SO) mit den Pro- und Contra-Argumenten.

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