Vermischtes

Die Lager sind fast leer: Ab Mitte Jahr muss Butter importiert werden

Die Butterproduktion wird dieses Jahr die Nachfrage in der Schweiz nicht abdecken können.

Die Butterproduktion wird dieses Jahr die Nachfrage in der Schweiz nicht abdecken können.

Die Lagerbestände an Butter sind aktuell massiv tiefer als in den Jahren zuvor. Die Produktion wird nicht ausreichen, um die diesjährige Nachfrage in der Schweiz zu decken.

(agl) Ende Februar lagerten 531 Tonnen Butter in den Lagern. Im Vorjahr waren es zur gleichen Zeit noch 2310 Tonnen gewesen. Da weiterhin wenig produziert werde, zeichne sich bereits jetzt ab, dass «die Butterproduktion nicht ausreichen wird, um die Inlandnachfrage abdecken zu können», teilte die Branchenorganisation Butter am Donnerstag mit.

Hauptgrund für die tiefen Mengen sei, dass zusätzliche Milchmengen aus dem Industriebereich in die Käseherstellung fliessen würden. Um dafür zu sorgen, dass wieder mehr Milchfett in die Butterherstellung fliesst, erhöht die Branchenorganisation ihren internen Richtpreis für zu Butter verarbeiteten Industrierahm auf den 1. Juli um 60 Rappen pro Kilogramm Fett.

Swissness darf nicht verwässert werden

Auch die Schweizer Milchproduzenten gehen davon aus, dass Butterimporte im Jahr 2020 unausweichlich sind. Für sie ist besonders wichtig, dass die Swissness nicht verwässert wird. «Das heisst, dass importierte Butter klar und eindeutig als solche deklariert werden muss», heisst es in einer Medienmitteilung.

Ebenso brauche es preisliche Anreize. So solle beispielsweise mehr Milch in der inländischen Butterproduktion Verwendung finden, anstatt in verarbeiteten Produkten exportiert zu werden. «Bei den verarbeiteten Produkten, welche in den Export gehen, sind Preiserhöhungen bei Rahm, Butter und Vollmilchpulver fällig», so die Milchproduzenten.

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