Vermischtes

Corona-Virus: Weiterhin keine positiven Fälle in der Schweiz – 280 Menschen negativ getestet, Zahl der Quarantänefälle gestiegen

Vertreter des Bundes informierten am Freitag über das Corona-Virus.

Vertreter des Bundes informierten am Freitag über das Corona-Virus.

In der Schweiz gibt es weiterhin keine Menschen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Aus Sicht des Bundes hat sich die Strategie bewährt. Allerdings ist die Zahl der Quarantänefälle gestiegen.

(rwa/luk) Wie die Situation in China genau aussehe, lasse sich nur schwer abschätzen, sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag an der wöchentlichen Medienkonferenz in Bern über das Ursprungsland des Corona-Virus. Die schlechteste Nachricht sei sicherlich, dass in Südkorea die Fälle stark angestiegen seien.

Gute Nachrichten vermeldete Koch aus Europa: Die jüngsten «Ansteckungsketten» seien weitgehend erloschen. Die Strategie der Schweiz habe sich bewährt. Daran ändern laut Koch auch die am Freitag bekannt gewordenen drei positiven Fälle in der Lombardei (I) nichts. Die Massnahmen hätten ein weiteres Ausbreiten des Virus verhindert. Koch sprach von 280 Verdachtsfällen, die allesamt negativ ausgefallen seien.

Passagiere von Kreuzfahrtschiff müssen in Quarantäne

Er räumte jedoch ein, dass die Schweizer Behörden sehr viele neue Fälle in Quarantäne genommen habe. Der Grossteil der Betroffenen sei sehr kooperativ. Allerdings macht sich laut Koch strafbar, wer nicht mit den Behörden kooperiert. Weil die Situation belastend sei, werde möglichst versucht, die Personen zu Hause in Quarantäne zu setzen.

Als Grund für die Zunahme der Fälle bezeichnet Koch die Schweizer Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs, das vor Rotterdam anlegte. Diese seien bereits in ihre Wohnkantone zurückgekehrt und dort in Quarantäne gesetzt worden. Ebenfalls auf dem Weg zurück in die Schweiz sind die beiden Passagiere des Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess».

Entscheidung liegt bei Schweizern

Hans-Peter Lenz informierte über die fünf Schweizer, die auf dem Weg zurück in die Schweiz sind. Die Gruppe sei heute Vormittag in Paris gelandet und bereits mit dem Bus auf dem Weg in die Schweiz, sagte der Leiter des Krisenmanagement-Zentrums im Aussendepartement (EDA). In der Schweiz müssen sie ebenfalls in Quarantäne.

Laut Lenz gibt es ein halbes Dutzend Schweizerinnen und Schweizer, die mit dem chinesischen Partner in Wuhan bleiben möchten. Das EDA stehe mit ihnen in ständigem Austausch. Auf Nachfrage erklärte Lenz, die Schweiz gebe ihnen keine Empfehlung ab. Sie könnten mit den Informationen vor Ort selbst eine Entscheidung treffen.

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