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Weisst du noch? Mit Games kommen Alt und Jung ins Gespräch

Im Auftrag von FHNWFHNW
Für die Entwicklung des Spiels haben die Forschenden die Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren in Alterszentren abgeholt.

Für die Entwicklung des Spiels haben die Forschenden die Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren in Alterszentren abgeholt.

Forschende der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW entwickeln digitale Unterhaltungsspiele. Diese dienen als Türöffner, um die Kommunikation zwischen betagten Menschen und ihren Angehörigen zu erleichtern.

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Games faszinieren nicht nur junge Leute, sondern können auch Menschen in Alterszentren viel Freude bringen. Mithilfe von einfachen Spielen für Tablet-Computer fördern Forschende der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW im Rahmen der Strategischen Initiative Myosotis-Garden den generationenübergreifenden Austausch. Denn ältere Menschen sind oft einsam, und wenn sie endlich Besuch bekommen, ist die Kommunikation nicht immer einfach.

«Unsere Myosotis-Computerspiele dienen als Brückenbauer zwischen Jung und Alt», erklärt der Informatiker Marco Soldati von der Hochschule für Technik FHNW. «Anders als herkömmliche Games sind sie so gestaltet, dass sie betagte Menschen und ihre Angehörigen anregen, miteinander zu reden.» So etwa im Spiel Myosotis-Souvenirs, in dem zu zweit verschiedene Einrichtungsgegenstände mithilfe einer virtuellen Taschenlampe auf einem alten Dachstock gesucht werden müssen. Mit den entdeckten «Souvenirs» lassen sich dann gemeinsam verschiedene Zimmer eines virtuellen Hauses einrichten. «In unser Spiel können auch eigene Fotos aus dem Umfeld oder dem Leben der Betagten eingebettet werden», sagt Soldati. «Diese Erinnerungen ermuntern die älteren Menschen besonders und geben den Anstoss für Gespräche und Erzählungen aus ihrem Leben.» Myosotis ist der botanische Name für die Pflanze Vergissmeinnicht.

Vereintes Wissen aus mehreren Disziplinen

An der Entwicklung der Myosotis-Spiele haben Forschende aus vier Hochschulen der FHNW gemeinsam getüftelt. «Die Spiele mussten so gestaltet werden, dass sie vor allem die Stärken der hochbetagten Menschen einbeziehen, den unterschiedlichen Generationen Spass machen und ästhetisch ansprechen», erklärt Soldati. Mit dem vereinten Wissen aus mehreren Disziplinen haben die Forschenden zuerst untersucht, welche Arten von Spielen sich am besten eignen, um einen Austausch zwischen Jung und Alt zu fördern. Dafür haben sie mit verschiedenen Alters- und Pflegeheimen der Nordwestschweiz zusammengearbeitet und durch Gespräche sowie an gemeinsamen Spielnachmittagen die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren erfasst.

Danach entwickelte die Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Workshops mit betagten Menschen den comicartigen Stil für Myosotis Souvenirs und setzte ihn grafisch um. Forschende der Hochschule für Musik ergänzten das Spiel mit dezenten, charakteristischen Geräuschen und Melodien. Dabei wurden sie von der Beobachtung geleitet, dass die Musik in gängigen Spielen oftmals als störend empfunden wird.

Gemeinsam ein Zimmer einrichten

Das Game-Design und die Programmierung der Spiele übernahm Soldatis Team von der Hochschule für Technik FHNW. Unterstützt wurden sie dabei von Forschenden der Hochschule für Angewandte Psychologie, die untersuchten, wie so ein Spiel unter psychologischen Aspekten gestaltet werden muss und wie es dann im Alltag eines Pflegeheims mit betagten Menschen funktioniert. So konnten sie aufzeigen, dass sich kreative Spiele mit einem gemeinsamen Ziel und bekannten Inhalten besonders gut eignen, um generationenübergreifend ins Gespräch zu kommen. Darauf baut auch die Idee für Myosotis Souvenirs auf, denn Zimmer richtet man oft gemeinsam ein.

Der Dialog ist für Soldati das Hauptziel der Myosotis-Spiele: «Wenn im Laufe des Besuchs das Tablet auf dem Tisch liegt, weil es zu einem Gespräch kommt, haben wir unser Ziel erreicht – und damit auch den Wunsch der Game-Expertin Bettina Wegenast erfüllt, die 2015 mit der Idee für solche Generationen übergreifenden Spiele an uns herangetreten ist.» Mit Myosotis-Souvenirs ist jetzt das erste Spiel komplett fertiggestellt und wird noch dieses Jahr exklusiv für iPads erhältlich sein.

Aktuell ist das Spiel Myosotis-Souvenirs noch nicht erhältlich. Gern informiert Sie das Team der FHNW, sobald das Spiel kostenfrei im App-Store zum Download verfügbar ist. Senden Sie eine E-Mail an myosotis@fhnw.ch oder besuchen Sie die Webseite www.fhnw.ch/myosotis.

Sabine Goldhahn


Myosotis-Garden ist eine Strategische Initiative der FHNW.

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