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Waschen Sie sich die Hände?

Das „Tippy Tap“ sorgt für fliessendes Wasser zum Händewaschen.

Das „Tippy Tap“ sorgt für fliessendes Wasser zum Händewaschen.

Eine Vorrichtung zum Händewaschen, eine selbstgebaute Latrine: Mit einfachen Mitteln konnten der siebenjährige Professor und seine Familie ihre Gesundheit verbessern.

Das Dorf Maganjira in Malawi besteht aus rund 100 einfachen Backsteinhäusern. Eine Streusiedlung, die nur durch eine holprige Piste erschlossen ist. Die Menschen leben im Einklang mit der Natur – auf den ersten Blick eine Idylle. Bei genauerer Betrachtung wird aber schnell klar: Es ist ein hartes Leben.

Der drohende Hunger ist derzeit die grösste Sorge der Menschen in Malawi. „Ich habe noch genug Mais, um jeden Tag für meine Kinder eine Mahlzeit zu kochen. Doch die Portionen sind kleiner geworden“, erklärt Yanani Mkandawire. Die junge Mutter weiss: Die nächste Ernte wird mager. Die letzten beiden Regenzeiten sind miserabel ausgefallen. Wie es dann mit ihr und den Kindern weitergeht, ist ihr unklar.

Yananis neunjährige Tochter heisst Kesnay. Ihr kleiner Bruder heisst Professor. Seine Eltern gaben ihm den Namen in der Hoffnung, dass er einmal Lehrer wird. Wie es ihm seine Mutter gezeigt hat, wäscht sich der Knabe nun am Tippy Tap die Hände. Die Vorrichtung sorgt für fliessendes Wasser. Ein Fusstritt auf das Holz und der Kanister kippt, ohne dass man ihn berühren muss. Professors Mutter hat das Tippy Tap und auch das Latrinenhaus nach Anleitung des Roten Kreuzes gebaut.

Selbstgebaute Latrine

„Ein Rotkreuz-Freiwilliger hat der Dorfgemeinschaft gezeigt, wie wir das Tippy Tap bauen können. Auch die Latrine haben wir selber errichtet und er hat uns erklärt, warum es so wichtig ist, sie zu benützen“, erzählt Yanani. Seit über einem Jahr hatten ihre Kinder nie mehr Magenprobleme und Durchfall. Sie ist sicher, dass dafür der neue Brunnen, an dem sie sauberes Trinkwasser beziehen kann und die bessere Hygiene der Hauptgrund dafür sind: „Für meine Familie ist die Verbesserung enorm. Früher waren die Kinder oft krank, vor allem Cholera ist sehr gefährlich. Jetzt muss ich mir viel weniger Sorgen machen“.

Eine Mauer schützt die Wasserpumpe vor Verunreinigungen durch Tiere. Die Schutzmauer wurde von den Dorfbewohnern errichtet. „Das ist der Beitrag, den die Menschen selber leisten müssen. Dadurch identifizieren sie sich stärker mit der neuen Errungenschaft und tragen dazu Sorge“, erklärt Alexandra Machado, die Delegierte des SRK in Malawi.

Das Schweizerische Rote Kreuz in Malawi

Malawi im südlichen Afrika ist knapp dreimal so gross wie die Schweiz und hat doppelt so viele Einwohner. Das Land lebt von der Agrarwirtschaft. Es zählt zu den zehn ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. In zwei Distrikten in Nord- und Zentral-Malawi hat das SRK seit Ende 2013 48 Wasserpumpen gebaut oder repariert und dadurch fast 30‘000 Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. In jedem Dorf ist ein Wasserkomitee für den Unterhalt und die Sauberkeit der Wasserstelle zuständig. Jede Familie zahlt dafür monatlich einen kleinen Betrag von 100 Kwacha (15 Rappen) in die Wasserkasse des Dorfes.

In den weit verstreuten Siedlungen auf dem Land ist die Gesundheitsversorgung praktisch inexistent. Das SRK unterstützt daher mobile Gesundheitszentren, die einmal pro Monat in abgelegen Regionen fahren, um Mütter und Kleinkinder zu untersuchen, Impfkampagnen durchführen sowie schwangere Frauen beraten. Um das Gesundheitssystem nachhaltig zu stärken unterstützt das SRK zudem das nationale Blutspendezentrum und führt Kampagnen für freiwilliges Blutspenden durch.

Unter https://weltweit.redcross.ch/ erfahren Sie mehr zum Engagement des SRK und finden Bildstrecken zu Yanani und ihrer Familie.

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