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Vom Winter direkt in den Frühling – 7. Etappe

Zwei Pässe, viel Wasserkraft, Bergidylle in der Form von Käse und am Ende die Querung einer Brücke, die sich anfühlt wie Fliegen. In der siebten Etappe der Grand Tour of Switzerland kann man nicht einfach durchrasen. Auch wenn das Elektroauto es locker geschafft hätte.

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7. Etappe von St. Moritz-LuganoZum Wettbewerb

Erleben, staunen, begegnen – mit My Swiss Experience Wenn Rolf Meier frühmorgens auf dem Bodensee seiner Arbeit als Berufsfischer nachgeht, hat er einiges zu erzählen. Auch Urs Grossniklaus, der am Niederhorn genau weiss, wo sich die Wildtiere aufhalten. Und spannend wird es, wenn Ilario Garbani aus dem Onsernonetal das Geheimnis der traditionellen Herstellung von Maismehl verrät. Doch sie behalten ihr Wissen nicht für sich alleine, sondern teilen es gerne mit interessierten Menschen, die gerade in ihrer Region zu Besuch sind. Erlebnistourismus nennt sich das und ist ein aktueller Trend, der sich weltweit verstärkt feststellen lässt. Deshalb hat Schweiz Tourismus mit der neuen Online-Erlebnis-Datenbank My Swiss Experience ein Tool geschaffen, das über 700 einzigartige Angebote in der ganzen Schweiz anbietet, um solche unvergesslichen Momente mit Einheimischen erleben zu können. Schauen Sie, welche Entdeckungen die Guides für die Gäste bereithalten. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie die Schweiz ganz neu.  www.MySwitzerland.com/myswissexperience  www.MySwitzerland.com/sommergeschichten

Erleben, staunen, begegnen – mit My Swiss Experience Wenn Rolf Meier frühmorgens auf dem Bodensee seiner Arbeit als Berufsfischer nachgeht, hat er einiges zu erzählen. Auch Urs Grossniklaus, der am Niederhorn genau weiss, wo sich die Wildtiere aufhalten. Und spannend wird es, wenn Ilario Garbani aus dem Onsernonetal das Geheimnis der traditionellen Herstellung von Maismehl verrät. Doch sie behalten ihr Wissen nicht für sich alleine, sondern teilen es gerne mit interessierten Menschen, die gerade in ihrer Region zu Besuch sind. Erlebnistourismus nennt sich das und ist ein aktueller Trend, der sich weltweit verstärkt feststellen lässt. Deshalb hat Schweiz Tourismus mit der neuen Online-Erlebnis-Datenbank My Swiss Experience ein Tool geschaffen, das über 700 einzigartige Angebote in der ganzen Schweiz anbietet, um solche unvergesslichen Momente mit Einheimischen erleben zu können. Schauen Sie, welche Entdeckungen die Guides für die Gäste bereithalten. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie die Schweiz ganz neu.  www.MySwitzerland.com/myswissexperience  www.MySwitzerland.com/sommergeschichten

Schweiz Tourismus

Der Empfang in St. Moritz ist grosszügig: Auf dem Trottoir liegt ein Fünfliber. Weniger haben wir hier auch nicht erwartet. Aber die Touristen mit den dicken Portemonnaies sind gegangen oder noch nicht gekommen: St. Moritz liegt nicht nur im Mittags-, sondern auch im Zwischensaisonschlaf. Wir wandern durch ausgestorbene Strassen ans Dorfende, wo das Elektroauto auf uns wartet. Schafft man es mit der Elektrobatterie auch durch die Alpen? Das wollen wir auf dieser Etappe der Grand Tour of Switzerland herausfinden. Der VW E-Golf huscht geräuschlos die ersten Serpentinen des Julier hinauf. Man muss das Pedal nur antippen. Der kleinste Passagier ist etwas enttäuscht, hatten wir ihm doch «brumm-brumm» versprochen.

Auf der Passhöhe empfängt uns ein Schneesturm und der Blick auf die Batterie lässt uns leer schlucken. Von den anfangs prophezeiten 200 Kilometern Reichweite sind nur noch 140 übrig. Aber auf der Talfahrt dreht die Nadel wieder nach rechts.

Im Vertrauen auf die Schwerkraft, die uns volltankt, wagen wir weiter unten bei Sur einen Abstecher auf die Alp Flix – ein paar Kurven mehr möchten wir schon noch fahren. Oben kneifen wir die Augen zu im Licht der Sonne, das sich in der verschneiten Ebene bricht. Das Bergrestaurant hat noch zu. Die Lungen tanken Frischluft.

Etappe von St. Moritz nach Lugano

Etappe von St. Moritz nach Lugano

Schweiz Tourismus

Vom Winter in den Frühling

Jetzt fahren wir in den Frühling runter. Das Weiss weicht Braun, weicht Hellgrün und schliesslich bunten Blumenwiesen. Im Dorf Tinizong halten wir spontan und kaufen Bündnerfleisch und Pizokelmehl in der Natura Bündner Fleischtrocknerei.

Tiefencastel und Thusis können uns diesmal nicht aufhalten, wir wollen die Schlucht sehen. Batteriestand: 260 km, mehr als vor der Abfahrt.

Drei Wege führen heute durch die Viamala, die ehemals «schlechte Strasse». Die A13 ist der schnellste, aber langweiligste Weg: Die Autos rauschen mehrheitlich in Tunnels dem San Bernardino entgegen. Wir nehmen die Hauptstrasse und erhaschen immer wieder einen Blick in die Tiefe. Manchmal kreuzen wir den alten Säumerweg, heute ein Wanderweg.

Mitten in der Schlucht halten wir an und besichtigen sie. Das Tosen des Wassers wird laut, wir fühlen uns zwischen den ausgewaschenen Felswänden klein. Unvorstellbar, dass das Hochwasser 1951 die Schlucht fast bis oben gefüllt hat. Der Wasserstand ist an der Felswand markiert.

Wir haben uns zu lange aufgehalten. Das nächste Highlight oben in Zillis hat schon geschlossen: die Kirche St. Martin mit ihrer Bilderdecke aus dem 12. Jahrhundert. In der Hauptsaison ist sie allerdings bis 18 Uhr geöffnet. Dann wird der grosse Parkplatz
unterhalb wohl voll sein.

 Die Gewalt des Wassers aus nächster Nähe: Viamala-Schlucht.

Die Gewalt des Wassers aus nächster Nähe: Viamala-Schlucht.

Ivo Scholz

Obwohl es schon später Nachmittag ist, lockt uns noch ein Abstecher. Wir fahren hinauf nach Mathon. Dort steht die Pensiun Laresch, die uns bei der Hotelsuche auf www.viamala.ch ins Auge gestochen ist. Zwar ist sie wie die meisten Unterkünfte Anfang Mai noch geschlossen, aber ihre Architektur wollen wir mit eigenen Augen sehen (Architekt Bruno Hermann, a4ag Aarau). Das Haus ist aus Stein, Holz und Lehm gebaut, nur das Treppenhaus und die Geschossdecken sind aus Beton. Es hat eine schlichte, moderne Struktur und dennoch die typischen tiefen Fensterlaibungen in der Naturkalkfassade. Die Katze Leila streicht uns um die Beine, aber wir müssen weiter.

Nach dem Besuch bei «Floh» Bienert und Maria Meier in Andeer (siehe Text unten) knurrt der Magen. Wir fahren zum Wirt in der Rofflaschlucht. Im Haus in einer Kurve am Hinterrhein kehrten einst die Säumer ein, heute sind es vor allem Töff- und Velofahrer. Die Familie Melchior bewirtet das Gasthaus in der sechsten Generation. Als Ende des 19. Jahrhunderts wegen des neuen Gotthardtunnels auf einmal der Transitverkehr zusammenbrach, waren die Vorfahren der heutigen Wirte gezwungen, nach Amerika auszuwandern. Drüben an den Niagarafällen sah ein Familienmitglied dann, dass sich mit Wasserfällen Geld verdienen lässt. Der Mann kehrte zurück und sprengte während sieben Wintern einen Weg zum Wasserfall unter dem Rhein hindurch. Die Besichtigung lohnt sich auch heute noch unbedingt.

Der Rhein tankt das Auto

Wir schlafen tief, beobachtet von den Hunderten von Astloch-Augenpaaren in Holzdecke und Zimmerwand. Währenddessen tankt der Rhein unser Auto auf: Die Melchiors haben ein eigenes kleines Kraftwerk. Auf der Grand Tour gibt es 300 Elektroladestationen entlang der Route, im Internet ist eine Karte dazu abrufbar.

Am nächsten Tag noch ein ungeplanter Abstecher, der Wirt hat uns auf die Idee gebracht. Wir besuchen das Valle di Lei. Uns ist längst klar: Die Route der Grand Tour ist schön, aber erst wenn man abzweigt und aussteigt, beginnt das Land zu leben.

Das Tal liegt in Italien, nur der Staudamm ist eine Schweizer Enklave. Wir fahren eine einsame Strasse hinauf, vorbei an Schneeflecken. Dann öffnet sich vor uns wie von Geisterhand ein Tor im Berg. Am anderen Ende des Tunnels wieder ein Tor, dann der Stausee. Die Perspektive auf der Staumauer ist beeindruckend. Weit unten am nicht mal halb gefüllten Stausee sind nur drei Fischer zu sehen. In Ameisengrösse.

Jetzt gen Süden. Der San Bernardino-Pass ist noch geschlossen, wir nehmen den Tunnel, halten im Dorf San Bernardino, kaufen im Antiquitätengeschäft eine alte Sturmlampe und ein Sandwich. Die Verkäuferin stöhnt, morgen komme schon wieder schlechtes Wetter, dabei habe sie das Schneeschaufeln satt. Wir fahren schnell an die Wärme. Unterhalb Mesocco picknicken wir und helfen zwei Tessinern, ihre Esel einzufangen, die beim Verladen in den Anhänger ausgebüxt sind.

 Die tibetische Hängebrücke «Carasc» bei Bellinzona ist ein luftiges Erlebnis.

Die tibetische Hängebrücke «Carasc» bei Bellinzona ist ein luftiges Erlebnis.

Schweiz Tourismus

Bald sind wir in Bellinzona. Die drei Burgen sind Unesco-Weltkulturerbe, doch die sparen wir uns für ein andermal auf. Bevor wir das Auto zurückbringen, wollen wir unsere eigene Muskelkraft benutzen und testen, ob wir schwindelfrei sind. In Monte Carasso nehmen wir die Luftseilbahn und steigen bei der ersten Zwischenstation neben dem Tessiner Dörfchen Corte di Sotto aus. Die hübsche kleine Kirche San Barnàrd liegt am Weg.

Auf dem Weg zur Hängebrücke erfrischt uns ein Brunnen. Dann sind wir doch beeindruckt: Die Kabel der Brücke schwingen sich 270 Meter über das kleine Tal. Unter unseren Füssen nur bewegliche Bretter, viel Luft, dann Baumkronen. Die Brücke bewegt sich im Rhythmus unserer Füsse, es ist ein bisschen wie Fliegen.

Das Dörfchen San Defendente lassen wir beiseite und steigen auf einem etwas steileren Wanderweg direkt nach Sementina ab. Grad als wir heiss bekommen, entdecken wir beim ersten Haus unterhalb des Waldes einen Kühlschrank mit Glace. (Wanderzeit für die Strecke, inkl. San Defendente: 2:40 h. 270 m Aufstieg, 600 m Abstieg.)

Weitere Informationen auf
MySwitzerland.com/grandtour

Highlight in Andeer Martin Bienert im ausgebauten Käsekeller. Er verschickt ihn bis New York.

Highlight in Andeer Martin Bienert im ausgebauten Käsekeller. Er verschickt ihn bis New York.

KUS

Die preisgekrönte Sennerei

An Andeer sollte man nicht vorbeifahren. Unbedingt halten muss man bei Martin «Floh» Bienert und seiner Frau Maria Meier in der Sennerei. Sie haben sie vor 16 Jahren übernommen. Ihr Käse ist preisgekrönt, sie liefern ihn Andreas Caminada und Jamie Oliver.

Die Kopfsteinpflasterstrasse durchs idyllische Dorf führt uns geradewegs zu ihrer «Stizun da Latg». Über der Ladentür steht «Gromma latg caschial tschigrun dattan forza gli Grischun» – Rahm, Milch, Käse, Ziger geben den Bündnern Kraft.

Maria ist beschäftigt: Morgen hat ihre Lehrtochter Anita die praktische Abschlussprüfung. Die Sennerei wird auf Hochglanz geputzt. Sowieso ist Floh der Kommunikator. Er schreibt Bücher, fotografiert, sucht neue Händler, neue Strategien und duzt fast jeden. Anfangs haben die beiden nur nach den Vorschriften für den Milchkonzern Emmi gekäst und lieferten aus Platzgründen die Käselaibe noch unreif ab. Der Wandel hin zu einem Geschäft, das nicht einfach Käse verkauft, sondern gleichzeitig Geschichten, die Schönheit, die frische Luft und die wilde Landschaft rund um Andeer geschah langsam, sehr langsam.

Mit dem Handwagen zur Käserei

Üerraschenderweise ist es dann tatsächlich so ursprünglich wie angepriesen, nichts ist Kulisse. Um Viertel vor sieben, als nur noch die Schneekappe des Piz Beverin in der Sonne leuchtet, bringen die vier Bio-Bauern aus dem Dorf ihre Kannen per Handwagen zur Käserei. Die Jungen sind es und ein Zivildienstler aus dem Unterland. Sie scherzen mit der Lehrtochter, die wegen des grossen Tags morgen zur Sicherheit Milchproben aus den Kannen nimmt. Die Milch muss nicht speziell gekühlt werden, so kurz ist der Weg, und es wird schnell Käse draus, sodass die Qualität intakt und der Geschmack speziell bleibt.

«Die ersten zehn Jahre waren hart», sagt Floh, der in weissen Gummistiefeln im Keller steht und die frischen Laibe im Salzbad wendet. Er hat ein Erfolgsrezept: «Erhalten statt wachsen. Und ausharren.» Nach vier Jahren lieferten sie immer noch 70 Prozent des Käses an Emmi. Erst als sie all ihr Geld zusammenkratzten, bei Freunden ausliehen und das Nachbarhaus kauften, hatten sie mehr Platz, um im Keller die Käselaibe reifen zu lassen. Heute, wo die Sennerei nach Berlin und New York liefert, ist der reifste Käse der begehrteste. Aber noch immer ist zu wenig Platz dafür da, jetzt baut die Bauern-Kooperation die Sennerei aus. Mehr Milch wollen Floh und Maria nicht verarbeiten, nur der Käse soll länger reifen können und das Geschäft komplett unabhängig von Milchkonzernen werden. Man will gerüstet sein für die Zukunft und auch für die Zeit nach Floh und Maria. Es geht nicht nur um exzellenten Käse: «Es geht darum, den lokalen Bauern einen anständigen Milchpreis bezahlen zu können», sagt Floh. Wir packen zwei Stück dieser Laibe voller Bergidylle und Langsamkeit ein.

www.sennerei-andeer.ch

Hotel Post***, Bivio
Im Bündner Bergdorf Bivio liegt das historische Haus am Julierpass inmitten des Naturschutzgebiets Ela. Vor der Tür locken atemberaubend schöne Wander- und Bikerouten. Im Restaurant werden traditionelle Schweizer Gerichte über italienische bis hin zu französischen Speisen mit dem passenden Wein serviert. Für die Entspannung stehen Sauna und Dampfbad im Haus bereit.

www.hotelpost-bivio.ch

Zur Verfügung gestellt

Diese Woche zu gewinnen:
2 Übernachtungen für 2 Personen inkl. Frühstücksbuffet.
Gültigkeit bis 31.12.2018

Teilnahmeschluss:
Donnerstag, 01. Juni 2017, 12 Uhr.

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind volljährige, handlungsfähige Personen. Minderjährige dürfen mit Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehrfache Teilnahmen sowie Teilnahmen von Mitarbeitern von Schweiz Tourismus oder Partnern und deren Familienangehörige werden nicht berücksichtigt. Die Preise sind nicht übertragbar und werden nicht in bar ausbezahlt. Die Gewinner werden aus den korrekten Antworten ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Schweiz Tourismus behält sich das Recht vor, Teilnehmer vom Wettbewerb auszuschliessen, Mehrfacheinträge zu löschen oder den Wettbewerb abzubrechen, wenn Unstimmigkeiten vorliegen oder wenn der Verdacht auf technische Manipulationen besteht. Die Abwicklung von Reisegewinnen erfolgt direkt zwischen dem Gewinner und dem Wettbewerbspartner, jegliche Gewährleistung und Haftung durch Schweiz Tourismus ist ausgeschlossen. Gewisse Sperrzeiten bleiben den Wettbewerbspartnern vorbehalten. Die An- und Abreise zum Ausgangspunkt der Reise (Flughafen, Bahnhof etc.) erfolgt auf Kosten des Gewinners, soweit nicht anders im Gewinnspiel angegeben. Gleiches gilt auch für sämtliche Kosten, die während der Reise entstehen (Minibar etc.). Besteht der Preis nur aus Hotelübernachtungen, trägt der Gewinner sämtliche Reise- und Zusatzkosten selber. Ihre E-Mail-Adresse wird von Schweiz Tourismus und allfälligen Gewinnspielpartnern für den Versand von elektronischen Newsletters benutzt, die Sie jederzeit abbestellen können. Ihre persönlichen Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Es gilt ausschliesslich schweizerisches Recht.

Schweiz Tourismus, Tödistrasse 7, CH-8002 Zürich.

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