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Grosser Wettbewerb

Ein Aufenthalt im Märchenhotel Bellevue, Braunwald: Inbegriffen sind 2 Nächte für 2 Erwachsene im Doppelzimmer «modern»

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Paul Vock steht auf Gleis 4 und wartet auf den Zug, der in zwei Minuten einfahren wird. Zwölf Minuten bleibt dieser Zug in Olten stehen. In dieser kurzen Zeit muss der orange gekleidete SBB Mitarbeiter Cleaning die ganze Zugkomposition, bestehend aus sechs Wagen, reinigen. «Zwölf Minuten reichen für eine Sichtreinigung», sagt er. Er ist gut ausgerüstet und vorbereitet. In seinen Händen hält er bereits einen leeren Abfallsack. Der Zug fährt ein. Die Reisenden steigen aus, und Paul Vock schiebt seinen kleinen Reinigungswagen in den Zug. Sofort leert er Kübel, kontrolliert die Sitze, sammelt Zeitungen auf den Ablagen ein und wischt mit einem feuchten Tuch über die kleinen Tische. Er arbeitet konzentriert, schnell und grüsst alle SBB Kundinnen und Kunden freundlich. Das WC sieht sauber aus. Dennoch nimmt er aus seinem Wagen ein spezielles Tuch, um das WC zu reinigen. Auch der Boden wird mit dem Wischmopp gesäubert. 

Dienstplan im Tablet
Paul Vock ist rechtzeitig fertig. Sein nächster Einsatz ist in fünf Minuten auf Gleis 11. Da trifft er einen Kollegen, mit dem er im nächsten Zug für Sauberkeit sorgt. Sie haben nur vier Minuten Zeit. «Es kommt selten vor, dass wir nicht rechtzeigt aus dem Zug kommen. Dann fahren wir bis zur nächsten Station», lacht er. Nebst dem Reinigungsmaterial hat Vock ein Tablet und ein Telefon mit dabei. Auf dem Tablett kann er seinen Dienstplan sehen, zudem Zugverspätungen oder Gleisänderungen. Auf dem Telefon ist er erreichbar für Unvorhergesehenes.

Entdecken Sie hier die Preise aus unserem grossen Wettbewerb am Ende dieser Reportage.

Paul Vock ist seit 32 Jahren bei der SBB. 18 Jahre davon ist er als Zug-Cleaner unterwegs. Er liebt seine Arbeit, denn diese ist sichtbar. Für viele Reisende ist die Sauberkeit selbstverständlich. Sie nehmen die orange gekleideten SBB Mitarbeitenden kaum wahr. Andere wiederum schätzen die Arbeit und bedanken sich dafür. Solche Kontakte freuen Paul Vock. «Einmal hat mir eine Frau sogar Geld für einen Kaffee geschenkt.»

 

Damit die Verunreinigung in den Zügen und Bahnhöfen nicht zunimmt, werden auch die Reisenden gebeten mitzuhelfen, um Abfall möglichst zu vermeiden, zu trennen oder zu recyceln. In grösseren Bahnhöfen stehen deshalb Recycling-Stationen. Die Kunden können PET, Alu, Papier trennen. «Seit es diese gibt, werden sie rege benutzt.» Paul Vock findet das gut. Die Mitarbeitenden Cleaning werden so nicht nur entlastet, sondern es werden jährlich rund hundert Tonnen Abfall weniger verbrannt. Nicht alles ist Abfall. Oft vergessen Kunden allerlei Dinge. Paul Vock findet eine Tasche mit Kleidern. Er notiert Datum, Uhrzeit und Zug. Um die Tasche bindet er ein Strichcodeband. Im Fundbüro werden die Gegenstände gelagert, bis sich der Eigentümer meldet. «Vielfach werden Handy und Portemonnaie liegen gelassen. Aber am meisten türmen sich Schirme im Fundbüro.» Vock schmunzelt.

Gute Teamarbeit ist alles
Den Reisenden ist oft nicht bewusst, welche Glanzleistung die SBB Mitarbeitenden Cleaning erbringen. Sie arbeiten in Schichten vierundzwanzig Stunden, von Montag bis Sonntag. Sich aufeinander verlassen zu können, ist wichtig. Tagsüber finden in jedem Zug mehrmals Sichtreinigungen statt. In der Nacht, wenn die Züge stehen, wird gründlich bis ins kleinste Detail gereinigt. «Wird während des Tages nicht sorgfältig gearbeitet, so spürt das das Schichtteam am Abend», erklärt Cyrill Badir, Teamleiter und stellvertretender Produktionsleiter Operating Zugbereitstellung.

Paul Vock arbeitet konzentriert. Die Arbeit der Mitarbeiter Cleaning ist nicht ungefährlich. 70% der Arbeit finden in den Zügen statt, 30% sind ausserhalb zwischen den Gleisen. Deshalb ist das Tragen einer sauberen orange uniformierten Kleidung und einer Schutzbrille ein Muss. Eine der häufigsten Gefahren sind Spritzen, die Paul Vock im Abfall findet. Er schliesst diese sorgfältig in PET-Flaschen ein und entsorgt diese separat. «Vor 10 Jahren waren es täglich viel mehr Spritzen. Doch seit die Bahnpolizei regelmässig durch die Züge patrouilliert, getrauen sich weniger Leute, sich im Zug zu spritzen», bemerkt Cyrill Badir. Vieles hat sich verändert. «Wir sind uns der ökologischen Verantwortung bewusst. Die Entsorgung und Wiederverwertung verwendeter Materialien wird auch in der Zukunft bei der SBB hohe Priorität haben.»

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