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Gewitter im Kopf

Im Auftrag von Solothurner Spitäler AGSolothurner Spitäler AG
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Urplötzlich treten sie auf und bringen das Gehirn mächtig durcheinander: Epileptische Anfälle. Dabei handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Funktionsstörung der Hirnnervenzellen. Betroffene Menschen leiden. Aussenstehende können und sollen helfen.

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In der Schweiz sind etwa 70’000 – 80’000 Personen von Epilepsie betroffen, davon 15’000 – 20’000 Kinder. Epileptische Anfälle sind in der Regel vorübergehende, plötzliche Störungen des zentralen Nervensystems. Je nach Lokalisierung des Anfalls zeigen sich verschiedene Erscheinungsformen. Aussenstehende nehmen in diesen Momenten Veränderungen von Verhalten und Bewegungen der Betroffenen wahr. Ihre Hilfe wird dringend benötigt.

Wo kommen die Anfälle her?

Es sind Veränderungen im Gehirn, welche zu epileptischen Anfällen führen. Die Ursachen einer Epilepsie bleiben oft unerkannt. Gerade mal bei fünf bis zehn Prozent der Betroffenen ist die Krankheit erblich bedingt. 

Zu einem epileptischen Anfall können verschiedene Auslöser führen: Verletzungen und Schädigungen des Gehirns, Tumore, Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen oder Vergiftungen. Bei Kindern sind es hingegen die noch unreife Gehirnentwicklung, angeborene Fehlbildungen oder genetische Faktoren, welche epileptische Anfälle begünstigen.

Individuelle Behandlung

Bei der individuell angepassten, medikamentösen Therapie werden entscheidende Faktoren wie zum Beispiel Begleiterkrankungen berücksichtigt. Unterstützend wirkt zudem eine ausgeglichene Lebensweise mit ausreichend Schlaf und regelmässigen Schlafzeiten. Die Patientinnen und Patienten beobachten sich dabei selbst genau. Es gilt, die erkannten, anfallsauslösenden Situationen zu vermeiden. Sollte der gewünschte Erfolg ausbleiben, bieten sich noch weitere Behandlungsmöglichkeiten an.

Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall

1 Vor Verletzungen schützen

  • Nichts zwischen die Zähne schieben
  • Etwas Weiches unter den Kopf legen
  • Kleidung lockern
  • Gegenstände aus dem Weg räumen
  • Bewegung nicht blockieren

2 Die Ambulanz nur dann rufen, wenn…

  • die Person verletzt ist oder
  • das «Krampfen» länger als 3 Minuten dauert

3 Nach dem Anfall

  • Person in stabile Seitenlage bringen
  • bei ihr bleiben
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