Zehntes Pfauenhofspringen

REITSPORT. Viel Spannung, Spass und natürlich Reitsport waren am Samstag in Balgach auf dem Programm, das hielt, was es versprach. Ob für Gross oder Klein, für jeden war etwas Passendes dabei.

Uschi Dietsche
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Flavia Segmüller (vorne im Bild) im Knock-out-Finale gegen Sieger Gabriel Benz. (Bild: Uschi Dietsche)

Flavia Segmüller (vorne im Bild) im Knock-out-Finale gegen Sieger Gabriel Benz. (Bild: Uschi Dietsche)

Auf dem Pfauenhof der Familie Rino und Vreni Willi herrschte bereits am frühen Morgen reges Treiben, als die ersten Pferdetransporter vorfuhren. Das kleine, aber feine Freundschaftsspringen, das sporadisch alle zwei bis drei Jahre durchgeführt wird, ist sehr beliebt bei Reitern und Publikum.

Gute Stimmung von Beginn an

Als dann um 10.00 Uhr der erste Reiter den Parcours, der übrigens mit vielen phantasievollen Sprüngen ins Auge stach, unter die Hufe nahm, klatschte das zahlreiche Publikum schon eifrig.

In der ersten Stufe waren 32 Reiter am Start. Der schnellste Umgang ohne Fehler gelang Walter Segmüller, Altstätten, mit Artemis. Als wohl ältester Konkurrent im Feld geniesst er es, an solchen Plauschturnieren wieder mal in den Spring-Sattel zu steigen. Wenn man dann noch gewinnt, ist es natürlich um so schöner. In der zweiten Stufe gingen ca. 20 Reiter an den Start. Hier gewann mit 8 Sekunden Vorsprung Flavia Segmüller, Eichberg, mit ihrem Chivas.

«Grossmaulspringen»

Die Festwirtschaft füllte sich inzwischen rege, und es ging mit einer Plauschprüfung weiter. «Grossmaulspringen» hiess sie. Alle, die immer ein grosses Maul hatten und behaupteten, «das kann ich auch», konnten es nun beweisen. Es ging deshalb in dieser Prüfung auch weniger um das Springen als vielmehr darum, zu beweisen, dass man auf dem Pferd sitzen kann, ein kleines Kreuz zu springen oder unter dem Flattervorhang durchzureiten vermag.

Manch ein Pferd wollte auch nicht so gern alleine durch den Parcours laufen, so auch das von Roberto Willi. Seine Schwester Anja half elegant aus der Patsche und lief ganz diskret mir ihrem wunderschönen Schecken elegant noch mal eine Runde mit. Dafür gab es dann auch einen extra Applaus. Siegerin war Tatjana Locher mit Amelie knapp vor Marco Thür mit Salin, beide aus Altstätten.

Höhepunkt Knock-out-Springen

Dan wurde es ruhig: Der Höhepunkt des Tages stand an. Das Knock-out-Springen wurde aufgestellt. Der Sandplatz musste hierfür mit einem Absperrband halbiert werden, und auf beiden Seiten wurde der gleiche Parcours aufgestellt. 16 Reiterinnen und Reiter waren am Start. Die ersten Umgänge waren wild zusammengewürfelt, doch nach und nach trafen immer mehr die Favoriten aufeinander, bis schliesslich nach 14 Runden das Finale anstand. Stefan Dietsche und Flavia Segmüller, beide schnell und bis anhin fehlerlos, machten es spannend.

Beide waren fast gleich schnell und mit nur einem Fehler, doch wendete Dietsche mit Le Champ enger und holte sich so den Sieg. Nach diesem Höhepunkt war das Fest aber noch lange nicht zu Ende. Es wurde gesungen zum Duo Südtirol, und die Erfolge wurden gefeiert. Der laue Frühlingsabend lud ein, noch lange bei der Familie Willi auf dem Pfauenhof zu verweilen.