Wunschtraum Tennisprofi

TENNIS. Mit dem elfjährigen Facundo Yunis stammt einer der besten Schweizer Tennisspieler seiner Altersklasse aus dem Rheintal. Und er hat ein grosses Ziel – Tennisprofi zu werden.

Gerhard Huber
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Facundo Yunis posiert mit seinem Vater und Trainer Juan Carlos Yunis, der selber einmal Profi war. (Bild: Ulrike Huber)

Facundo Yunis posiert mit seinem Vater und Trainer Juan Carlos Yunis, der selber einmal Profi war. (Bild: Ulrike Huber)

Hin und her, hin und her flitzt die kleine gelbe Filzkugel über das Netz. Schlag um Schlag spielt Ex-Tennisprofi und Trainer Juan Carlos Yunis seinem elfjährigen Sohn Facundo die Bälle zu. Heute werden vor allem Halbvolley-Returns in Netznähe geübt. Nach dem Training sind die Koffer zu packen, da bereits wieder ein Ranglistenturnier beginnt, an dem Facundo Yunis wieder um Sieg und Punkte spielen wird.

Im Ranking auf Platz eins

Was er derzeit mit sehr grossem Erfolg macht. So steht er aktuell in der monatlich vom Schweizerischen Tennisverband veröffentlichten Rangliste in seiner Altersklasse auf Platz eins und hatte vor einigen Monaten bei den schweizerischen Hallen-Meisterschaften den Halbfinal und den dritten Platz erreicht. Seither hat er alle weiteren Turnierspiele gewonnen. So auch dieses kürzlich ausgetragene Ranglistenturnier in Bern, bei dem er wieder alle seine gleichaltrigen Konkurrenten bezwingen und den ersten Rang belegen konnte.

Tägliches Training

Seit dem dritten Lebensjahr steht der trotz seines jungen Alters bereits über 1,60 m messende Tennisspieler mit deutsch-argentinischen Wurzeln auf dem Tenniscourt. Und seit vier Jahren wird er von seinem Vater Juan Carlos Yunis, der zwölf Jahre lang als Pro an der ATP-Tour auf den Tennisplätzen dieser Welt sein Brot verdiente, trainiert. Jeden Tag ausser Montag wird auf der Anlage des TC Altstätten hart an Technik, Kondition und auch Taktik gearbeitet. An den meisten Wochenenden steht dann ein Turnier auf dem Programm, die jedoch überwiegend in der Westschweiz stattfinden, was lange Wege und viele Hotelübernachtungen bedingt.

Ein Herz und eine Seele

«Trotz all des Aufwandes ist Facundo ein sehr guter Schüler», erzählt die dritte Säule des Familienunternehmens Yunis, Mutter Cynthia Wiedensee-Yunis, «und am Montag, seinem tennisfreien Tag, lernt er noch E-Gitarre spielen. Dass er so gerne Tennis spielt und auch die Veranlagung für Spitzentennis mitbringt, ist wohl genetisch bedingt. Sein Vater, der auch Kadertrainer des Ostschweizer Tennisverbandes ist, und er sind ein Herz und eine Seele.» Facundo Yunis selbst ist zum Zeitpunkt des Interviews bereits auf die Schweizer Meisterschaft fokussiert, die bis am kommenden Sonntag stattfinden wird. «Dort habe ich eine gute Chance, zu gewinnen», ist der elfjährige Tenniscrack überzeugt. Mit dieser Einstellung ist es ihm vielleicht tatsächlich möglich, seinen grossen Idolen Roger Federer und Rafael Nadal nachzueifern. Und für alle Kinder und Jugendlichen in Altstätten und Umgebung, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, gibt es die Möglichkeit, sich auf www.tcaltstaetten.ch für das Juniorentraining 2014/15 anzumelden.