Abstimmung
Wenige Stimmen sorgen in Flawil für ein Nein zum Burkaverbot

Zweimal Nein, einmal Ja: Das ist das Resultat der eidgenössischen Abstimmung in Flawil. Hier finden Sie alle Details zu den Ergebnissen in der Gemeinde.

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So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Flawil zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Flawil zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

(chm)

Mit einem Unterschied von nur gerade 20 Stimmen hat Flawil das Verhüllungsverbot abgelehnt. 1'599 Personen sagten Nein, 1'579 stimmten Ja. Das entspricht 50.3 Prozent Nein. 53.1 Prozent Ja lautete das Ergebnis zum Verhüllungsverbot im Kanton St. Gallen. Auf nationaler Ebene hiess das Resultat 51.2 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 53 Prozent Nein zum Verhüllungsverbot, in den ländlichen gab es 59 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 55 Prozent Ja. Flawil zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Stadt.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 50.2 Prozent Ja zum Verhüllungsverbot, in der Romandie hiess es 53 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 60 Prozent Ja.

Flawil gehört zu den Gemeinden, die bei der Initiative für ein Burkaverbot anders abgestimmt haben als bei der Anti-Minarettinitiative von 2009. Zum Minarettverbot hatte die Gemeinde noch Ja gestimmt mit 67.9 Prozent. Der Umschwung beträgt 18.3 Prozentpunkte. Die Anti-Minarettinitiative aus SVP-nahen Kreisen war in der Schweiz im November 2009 mit 57.5 Prozent Ja-Stimmen befürwortet worden.

E-ID-Gesetz scheitert deutlich

Nein zum E-ID-Gesetz in Flawil: Eine deutliche Mehrheit von 62.4 Prozent der Stimmenden verwarf die Vorlage. Mit einem ähnlichen Nein-Stimmenanteil von 62 Prozent lehnte auch der Kanton St. Gallen die Vorlage ab. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 64.4 Prozent Nein.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 65 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in den ländlichen gab es 64 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 63 Prozent Nein. Flawil zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Stadt.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 64 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in der Romandie hiess es 68 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 56 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Flawil fiel somit ähnlich aus wie in der Deutschschweiz.

Mehrheit für Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien

Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien in Flawil: Eine relativ knappe Mehrheit von 53.9 Prozent der Stimmenden befürwortete die Vorlage. Der Kanton St. Gallen befürwortete die Vorlage mit einem höheren Ja-Stimmenanteil, und zwar mit 56 Prozent. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 51.6 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 52 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in den ländlichen gab es 51.5 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Flawil gehört in die grosse Gruppe der städtisch geprägten Gemeinden, welche das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien angenommen haben. Rund 73 Prozent dieser Gemeinden befürworteten die Vorlage. Die Bevölkerung in diesen Gemeinden lehnte die Vorlage mit 52 Prozent ab.

Beim Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien ist ein deutlicher Röstigraben erkennbar. Die Ja-Stimmenanteile unterscheiden sich zwischen der deutschen und der französischen Sprachregion um rund 16 Prozentpunkte. In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 56 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 51 Prozent Ja. Die Zustimmung in Gemeinde Flawil fiel somit ähnlich aus wie in der Deutschschweiz.

Mit 52.3 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Flawil höher als im Kanton St. Gallen (48 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 51.2 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

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