Wenn Nonnen feiern

Nachdem es im letzten Jahr in die Spaghetti geregnet hatte, erhielt das traditionelle Klosterfest in Grimmenstein zum 30-Jahr-Jubiläum neu Sonnendächer. Damit ist das beliebte Fest wetterfest.

Isabelle Kürsteiner
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Walzenhausen. Pater Hesso Hösli hiess die Besucher des jubilierenden Klosterfestes herzlich willkommen und stellte seinen Willkommensgruss gleichzeitig in das Zentrum des Gottesdienstes. In der heutigen Zeit seien Fremde und deren liebevolle Aufnahme eine stete Herausforderung. Der grosse Schriftprophet Jesaja habe die Kirche als «ein Haus des Gebetes für alle Völker» beschrieben. Die Barmherzigkeit Gottes sei wie die Sonne, sie scheine weltweit. Jesus ebenso wie Mutter Teresa hätten diese grenzenlose Liebe zu Fremden erst lernen müssen und sie sodann zeit ihres Lebens gelebt. Diese immerwährende Liebe zu allem bedeute eine tägliche Herausforderung für alle Kirchenglieder. Wie die Beispiele von Jesus und Mutter Teresa aber zeigten, könnte allumfassende Liebe gelernt werden. Dann sei Gottes Barmherzigkeit immer und überall spür- und erlebbar.

Dank für viel Freiwilligenarbeit

Nach dem feierlichen Gottesdienst unter freiem Himmel und bei strahlend schönem Wetter dankte Peter Frei, Präsident des katholischen Kirchenverwaltungsrates, der Schwesterngemeinschaft ganz herzlich für das 30jährige Gastrecht. Vor drei Jahrzehnten hatte eine katholische Jugendgruppe um Pater Roland Bertsch das Pfarreifest mit Gottesdienst, gemeinsamem Mittagessen und mit Spielen ins Leben gerufen. Mit zwei Ausnahmen wurde es jährlich durchgeführt, zuerst mit einem Verschiebedatum, in der jüngeren Zeit mit fixem Datum: dem letzten Sonntag der Schulsommerferien. Weil im vergangenen Jahr zu Anfang des Mittagessens ein Gewitter losgebrochen war, hatte der Kirchenrat für das 30-Jahr-Jubiläum Sonnen- beziehungsweise Regendächer besorgt. So sass die Gemeinschaft, die evangelisch-reformierten Kirchenglieder sind jeweils herzlich zum Klosterfest eingeladen, beschützt unter der Linde. Peter Frei dankte ausserdem den langjährigen Freiwilligen, die zum guten Gelingen des Klosterfestes beigetragen hatten: Festwirte Pius und Marianne Bätschmann, Vertreter des Italienervereins Assunta Pravato, sowie Ingrid und Mario Pizingrilli, der Pächterfamilie Rutz, dem Bauteam mit Erich Alder, Heribert Mayer und Franz Sagurna junior, dem katholischen Frauenverein, dem Kirchenchor unter der Leitung von Thomas Pozivil, sowie OK-Präsident Clemens Wick.

Feines Essen und schöne Spiele

Anschliessend an den Dank lud die Kirchgemeinde zum gemeinsamen Mittagessen sowie anschliessenden Spielen, organisiert vom Jugendtreffpunkt Walzenhausen, ein. Hier hatte die Verantwortung von Renata Bruderer zu Prisca Roosemalen gewechselt. Für die Spiele wurde der Brunnen für einen Wasserparcours genutzt, Wurfreifen mussten in grossen Reifen plaziert oder aber Pingpongbälle mit einer Wasserpistole weggeschossen werden. Ausserdem gab es eine Schätzfrage. An den Spielen beteiligte sich traditionell auch die Schwesternschaft. Grosse Freude herrschte dann bei der Rangverkündigung, wo sich die Besten einen schönen Naturalpreis aussuchen durften. Nachdem die wetterfesten Dächer in diesem Jahr einen wunderbaren Sonnenschutz geboten hatten, wird das nächste Pfarreifest im 31. Jahr mit Sicherheit am letzten Sonntag der Sommerferien durchgeführt, und dies, ob die Sonne scheint oder es Petrus regnen lässt.