Kassieramt vorderhand vakant

An der Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Speicher-Trogen-Wald konnte das Amt des Kassiers nicht besetzt werden.

Martin Hüsler
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Speicher. 2005 hatten die Kirchbürgerinnen und -bürger Benno Jud in den Kirchenverwaltungsrat gewählt, in dem er das Kassieramt übernahm. Sein Wirken war gekennzeichnet von überaus grosser Umsicht und Fachkenntnis, so dass seine aus achtenswerten Gründen erfolgte Demission nicht gerne zur Kenntnis genommen wurde. Der herzliche Dank, mit dem Benno Jud verabschiedet wurde, brachte die Wertschätzung für seine immense Arbeit – gerade auch im Zusammenhang mit der Bildung der Seelsorgeeinheit Gäbris – zum Ausdruck.

Obwohl zahllose Anfragen an mögliche Nachfolgerinnen und Nachfolger ergingen, blieb die Suche letztlich ergebnislos, so dass sich die Katholische Kirchgemeinde nun mit dem Faktum konfrontiert sieht, das Kassieramt einstweilen unbesetzt zu lassen. Gleichwohl ist aber die Abwicklung der laufenden finanziellen Geschäfte gesichert.

Neuwahl in den Pfarreirat

Weitere Rücktritte aus dem Kirchenverwaltungsrat und aus dem Pfarreirat lagen keine vor. Im Kirchenverwaltungsrat verbleiben somit Heidi Bühler als Präsidentin, Heidi Schläpfer, Josef Manser, Martin Fässler, Avita Wenger, Martin Hüsler (alle Speicher), Marija Paurevic (Trogen) sowie Luigi Tosca (Wald). Von zehn auf elf Mitglieder aufgestockt wurde der Pfarreirat, in den neu Hanni Brogle, Speicher, einzieht. Im weiteren gehören dem Pfarreirat Maria Helfenstein als Präsidentin, Susanne Bullinger, Manuela Frisenna, Josef Manser, Norbert Schneider, Rosmarie Wiesli, Gabriel Wehrle (alle Speicher), Simone Flury-Rova (Trogen) sowie Roland Büchel und Luigi Tosca (beide Wald) an.

Denkwürdige Veränderung

Im Rechenschaftsbericht des Kirchenverwaltungsrates, den Präsidentin Heidi Bühler an der Versammlung noch mündlich ergänzte, nahm die im August erfolgte Errichtung der Seelsorgeeinheit Gäbris mit den Kirchgemeinden Teufen-Bühler-Wald, Gais und Speicher-Trogen-Wald als prägendste Begebenheit gebührenden Raum ein. Die Präsidentin verhehlte nicht, dass der Zusammenschluss zu einem grösseren Verbund – unter bestmöglicher Wahrung der Eigenständigkeit der einzelnen Kirchgemeinden – einiges an gedanklichem, mit vielen Sitzungen verbundenem Aufwand erfordert hatte und dass auch weiterhin auf Fragen der Angleichung die passenden Antworten gesucht werden müssten.

In der Kirchgemeinde Speicher-Trogen-Wald war der Amtsantritt von Seelsorgerin/Theologin Rosmarie Wiesli im Juni ein freudiges Ereignis.

Ausgeglichene Jahresrechnung

Die letztmals von Benno Jud präsentierte und einstimmig genehmigte Jahresrechnung schloss für 2010 mit einem kleinen Vorschlag von 3000 Franken ab. Dem Aufwand von 898 400 Franken steht ein Ertrag von 901 400 Franken gegenüber. Mehreingänge bei den Steuern erlaubten eine weitere Abschreibung von 100 000 Franken auf dem Pfarreizentrum. Das Budget 2011 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 17 400 Franken; dies bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 0,6 Einheiten.

Beim Baulichen fiel die Sanierung der Heizungsanlage am meisten ins Gewicht. Die Arbeiten im Gesamtbetrag von 65 000 Franken, woran sich die Politische Gemeinde Speicher mit 12 500 Franken beteiligte, konnten zu einem guten Abschluss gebracht werden.

Anschluss an Wärmeverbund

Eine Offerte in Sachen Anschluss an den Wärmeverbund war so kurzfristig eingegangen, dass das Geschäft nicht mehr ordentlich traktandiert werden konnte. Der Kirchenverwaltungsrat stellte deshalb den Antrag auf ein zusätzliches Traktandum. Martin Fässler, für das Bauliche verantwortlich, erläuterte das Vorhaben, das einen Zugang bis ins Pfarreizentrum vorsieht. Für die Anschlussgebühr mit Erstellung einer Unterstation müsste mit 38 800 Franken gerechnet werden. Die jährlichen Betriebskosten bewegten sich im bisherigen Rahmen, Unterhaltskosten gäbe es kaum noch. Die Versammlung erkannte die ökonomischen und ökologischen Vorteile eines Anschlusses und stimmte dem Vorhaben zu. Gleichzeitig bewilligte die Kirchgemeindeversammlung eine Aufstockung der bei 30 000 Franken festgelegten Kreditkompetenz des Kirchenverwaltungsrates auf 40 000 Franken, womit nun der Anschluss in die Wege geleitet werden kann.