Kantonsräte für Reduktion des Wolfbestands

ST. GALLEN. Die Kantonsräte Stefan Kohler (Pfäfers) und Andreas Widmer (Mosnang, beide CVP) befassen sich in einer Interpellation mit der Regulierung des Wolfsrudels am Calanda.

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ST. GALLEN. Die Kantonsräte Stefan Kohler (Pfäfers) und Andreas Widmer (Mosnang, beide CVP) befassen sich in einer Interpellation mit der Regulierung des Wolfsrudels am Calanda. Sie schreiben fest, dass die Wölfe sich neue Jagdgebiete sowie Lebensräume suchten und auch vor Tieren der Rindergattung – in einem konkreten Fall vor einem Kalb – nicht zurückschreckten. Wölfe suchten ebenfalls in bewohntem Gebiet nach Nahrung. Falsch sei die Aussage, dass der Wolf scheu sei und die Menschen meide. Es gebe Handlungsbedarf. Sie halten deshalb gezielte Eingriffe zur Reduktion des Wolfbestandes im Rahmen einer Präventionsstrategie für nötig.

In ihrer Interpellation fragen die Kantonsräte, ob der Regierungsrat und die Nachbarkantone ebenfalls eine Regulation der Zahl der Wölfe für nötig halten. Zudem fragen sie, mit welchen Massnahmen man die Zahl der Wölfe reduzieren und den Lebensraum auf vorher bestimmte Gebiete beschränken könne. Schliesslich möchten sie wissen, ob der Kanton St. Gallen selber entscheiden kann, ob er den Wolfbestand reduzieren lässt, oder ob der Bund hier mitredet.

Die Interpellation wurde von 31 Kantonsräten mitunterzeichnet. Aus dem Toggenburg zählen Karl Brändle (CVP, Bütschwil, Pius Bürge (CVP, Mosnang) und Kilian Looser (FDP, Stein) zu den Mitunterzeichnern. (mkn)