Anwalt des Angeklagten sagt zur Beil-Attacke von Flums: «Wegen seiner Schizophrenie wird er wohl nie Reue für seine Taten empfinden»

Die Jugendstaatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten mehrfacher versuchter Mord vor. Er steht in Verdacht am 22. Oktober vergangenen Jahres in Flums mehrere Personen mit einem Beil verletzt zu haben.

Tim Naef
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Bei der mutmasslichen Tatwaffe soll es sich um ein Beil gehandelt haben. (Bild: Keystone)

Bei der mutmasslichen Tatwaffe soll es sich um ein Beil gehandelt haben. (Bild: Keystone)

(Reinhold Meier) Die Verhandlung hinterliess bei Beobachtern einen beklemmenden Eindruck. Dies zum einen, weil die Not der Opfer umfassend gewürdigt wurde und viel Raum erhalten hat. Die Verletzten wurden von drei Anwälten vertreten, die über Stunden und bis ins Detail die körperlichen und seelischen Folgen jenes traumatisierenden Abends vom 22. Oktober letzten Jahres ausleuchteten. Von langer Arbeitsunfähigkeit war die Rede, von Komplikationen bei der Heilung der Stich- und Schlagwunden, von blockierenden Ohnmachtsgefühlen, von depressivem Rückzug, von tiefer, endloser Angst, von massiven Schwierigkeiten, in die Normalität des Lebens zurückzufinden, ja, von der Tragik zerstörten Lebens.

Die Opferanwälte plädierten denn auch, die Zivilforderungen bereits im laufenden Strafverfahren anzuerkennen. Dies würde den Betroffenen den langen Weg zusätzlicher Zivilprozesse ersparen. Sie forderten Genugtuungszahlungen, je nach Einzelfall in der Höhe von 5.000 bis 55.000 Franken, dazu Schadensersätze in der Höhe zwischen 22.300 und 77.500 Franken. «Kein Geld der Welt kann den Schaden gutmachen», hiess es. Aber vorab die Verdienstausfälle und Gesundheitskosten zu ersetzen, sei das Mindeste, was man jetzt tun müsse.

«Wollte, dass mich Polizei erschiesst»

Verstörend, wenn auch auf ganz andere Art, mutete die Verhandlung auch im Blick auf den Beschuldigten an, einen zum Tatzeitpunkt 17-jähren Letten. Der regungslos wirkende junge Mann von kräftiger, grosser Statur wurde in Fusschellen zugeführt und von Polizisten bewacht. Gespenstisch wirkte er beim Betreten des Saales, in schwarzem Kapuzenpulli, den Kopf da noch mit der Kapuze verhüllt, wie am Tatabend. Während der ganzen Sitzung schien er abwesend, teilnahmslos, starr. In knappen Sätzen, mit leiser Stimme liess er sich emotionslos auf die Fragen des Gerichts ein.

Dabei macht er geltend, er habe sich nicht mehr steuern können, plötzlich sei das über ihn gekommen. Über den Auslöser wolle er nicht reden. Er habe aber versucht, sich das Leben zu nehmen. Als es misslang, habe er das Haus seiner Eltern abbrennen wollen, voll abgründiger Wut auf die Mutter, die ihn geboren und damit das Leid in sein Leben gebracht habe. In ohnmächtigem Hass sei er dann ins Dorf und habe mit dem Beil alle angegriffen, die ihm in den Weg kamen, am Postplatz ein Ehepaar mit Kleinkind und Kinderwagen, dann ein weiteres Paar, das ihnen zur Hilfe eilte, später drei junge Frauen bei der Tankstelle am Ortsrand.

Planlose Gewalt oder Mordversuch?

Dort habe er ein Auto klauen wollen, um nach Lettland zu fliehen, dem Ursprung seines Leidens. «Ich habe mich gefühlt wie ein Stück Sch…», erklärte er. «Ich war krank im Kopf und wollte es mit ins Grab nehmen». Er habe die Polizei gebeten, ihn zu erschiessen, mehrfach. Nichts hätte ihn von dem Gewaltausbruch abhalten können.

«Ich war ein Tier und wollte einfach nur töten.»

Gutachten attestierten ihm später denn auch eine schwere psychische Störung, namentlich akute, wahnhafte Züge bei einem Ausfall des Fühlens und der Empathie sowie des geregelten Denkens bei völliger Aufhebung der Steuerungsfähigkeit.

Die Verteidigung knüpfte daran an und machte geltend, die Beilattacken seien in rechtlicher Hinsicht keine Mordversuche, vielmehr planlose Gewaltausbrüche, ausgeführt in unkontrollierbarem Zustand ohne jede Urteilsfähigkeit. Der junge Ausländer ohne Lehre und Beruf werde wahrscheinlich ausgeschafft und könne die insgesamt rund 350.000 Franken schweren Zivilforderungen nie im Leben bezahlen.

Die Jugendstaatsanwaltschaft fordert eine dreijährige Haftstrafe sowie eine geschlossene Unterbringung. Damit geht sie an die obere Grenze dessen, was das Jugendstrafrecht vorsieht. Das Urteil fällt voraussichtlich am Donnerstagabend.

Liveticker zum ersten Teil Prozess-Teil aus dem Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland

Damit ist der erste Teil des Prozesses beendet und die Medien müssen den Raum verlassen. Mit einem Urteil ist nicht mehr heute zu rechnen. Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

12:08 Uhr

Nachdem nochmals sämtliche Anwälte auf die jeweiligen Anträge antworten konnten, gibt die Gerichtspräsidentin nochmals dem Angeklagten das Wort. Dieser antwortet: «Ich kann zurzeit nichts sagen.»

11:53 Uhr

Nach den Ausführungen des Verteidigers ergreift nochmals der Staatsanwalt das Wort: «Ich widerspreche dem Verteidiger.» Der Angeklagte hätte töten wollen, deshalb auch die Angeklagte wegen versuchter Mord. Der Staatsanwalt wiederholt nochmals eine Aussage des Angeklagten bei der ersten Befragung. «Ich war ein Tier, ich wollte einfach töten.»

11:47 Uhr

Die Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen der Privatkläger seien abzulehnen, betont der Verteidiger. «Dies aus dem einfachen Grund, da mein Mandant nicht schuldfähig ist.» Zudem seien die Perspektiven seines Mandanten sehr schlecht, weshlab er er die Geldforderungen nicht leisten könne. «Das würde für ihn den Ruin bedeuten.»

Die früher erwähnte Haftpflichtversicherung stelle sich ausserdem ihrerseits auf den Standpunkt, dass im vorliegenden Fall keine Deckungspflicht gegeben sei.

11:44 Uhr

«Den Eltern seinenes Mandanten tut es sehr leid, was passiert ist. Sie waren von allen wohl am meisten schockiert,» so der Verteidiger. Doch auch seinem Mandanten tue es Leid. Er würde alles Rückgängig machen, wenn er könnte.

Gleichzeitig sagt der Verteidiger aber, dass er [Angeklagter] wegen seiner Krankheit keine Gefühle und keine Empathie zeigen könne. Aufgrund seiner Schizophrenie werde er wohl nie Reue für seine Taten empfinden. «Das ändert nichts daran, dass er das Geschehene am liebsten rückgängig machen würde», erklärt der Verteidiger.

11:35 Uhr

«Mein Mandant wollte nicht töten», so sein Verteidiger. Er hätte die Möglichkeit dazu gehabt. «Hat es aber nicht getan.»

11:32 Uhr

Der Verteidiger betont immer wieder, dass sein Mandant nicht wusste, was er tat. Deshalb könne die Staatsanwaltschaft nicht von versuchten Morden sprechen. Laut des psychologischen Gutachtens habe sein Mandat zum Tatzeitpunkt einen Zusammenbruch, man könne ihm deshalb keine Tötungsabsicht unterstellen. «Er führte auch keine kontrollierten Beilschläge aus. Seine Steuerungsfähigkeit sei beeinträchtigt gewesen und das widerspreche einem kontrollierten Vorgehen.»

11:30 Uhr

Als erstes geht der Verteidiger auf die Brandstiftung ein: Sein Mandant habe das Haus angezündet, dass er aber dadurch seine Mutter habe töten können und wollen, sei falsch. Die angezündete Holzbeige war feucht und konnte rasch gelöscht werden. «Der Beschuldigte wusste nicht was er tat, und warum er es tat.» Wie hätte das auch gehen sollen, so einen Menschen zu ermorden. «Das kann ja gar nicht funktionieren.»

11:28 Uhr

Nun ergreift der Verteidiger des Angeklagten das Wort: «Die Ausführungen der Anwälte der Opfer und des Staatsanwalts sind falsch.»

11:22 Uhr

«Besonders schwerwiegend ist, dass seine Mandantin während der Tat schwanger gewesen ist», sagt der Anwalt. Wäre es ihr nicht gelungen, über den Beifahrersitz zu entkommen, hätte der Angeklagte sie mit mehreren Axt-Hieben verletzt. «Als sie anschliessend entkommen wollte, stürzte meine Mandantin auf den Bauch, was zu Komplikationen bei der Schwangerschaft führte.»

11:17 Uhr

Der Anwalt betont: «Der Angeklagte wollte meine Mandantin töten», dies habe er ihr gegenüber während der Tat gesagt. «Dies ist einer der Gründe, weshalb seine Mandantin bis heute an Angstzuständen leidet.»

11:14 Uhr

Ein weiterer Opferanwalt ergreift das Wort. Auch er geht zuerst auf die Frage nach Schadenersatz und Genugtuung ein.

11:10 Uhr

Die zweite Opferanwältin schliesst mit der Begründung der Höhe der Schadenersatzforderung und zählt dafür frühere Gerichtsurteile in ähnlichen Fällen auf. Wichtig sei dabei, dass es sich hierbei um eine Teilklage handle. Dies deshalb, da heute noch nicht abzusehen sei, wie es in Zukunft aussehe, so die Anwältin. «Es muss meinen Mandanten möglich sein, ihre Forderungen für Schadenersatz und Genugtuung noch anzupassen.»

«Zusammenfassend muss gesagt werden, dass das Leben meiner Mandanten für immer verändert bleibt», sagt die Anwältin. Sie schliesst mit den Worten ihrer Mandantin, die heute nicht hier sein kann: «Der heutige Tag sei schwierig, viele Gedanken würden hochkommen. Sie würde alles tun, um ihr altes Leben wieder zu bekommen, was sie erlebt hatte und noch erlebt, wünsche sie niemandem. Und kein Geld könne das wieder gutmachen.»

10:51 Uhr

Nochmals betont die Anwältin, dass seit dem tragischen Vorfall für ihre Mandantin nichts mehr sei, wie es einmal war. Sie habe im Alltag Gefühle des Überfordertseins. «Ich bin schon froh, wenn ich jeden Tag überstehe», zitiert die Anwältin ihre Mandantin.

10:47 Uhr

Der Angeklagte sei über die Haftpflichtversicherung seines Stiefvaters mitversichert, hält die Anwältin fest. Deshalb sei die Frage, nach der Schuldfähigkeit irrelevant. Die Versicherung würde Schäden von bis zu 10 Millionen Franken decken, weshalb das Gericht den Angeklagten in Fragen der Schadenersatzforderungen nicht schonen soll. Dies obwohl er über kein nennenswertes Vermögen verfüge.

10:43 Uhr

Die Anwältin sagt weiter: «Der Tattag hat das Leben meiner Mandanten für immer verändert.» Ihre Klienten würden sich mit den hohen Ansprüchen nicht bereichern wollen. «Es ist aber leider davon auszugehen, dass dieses Ereignis die Laufbahnen meiner Mandanten massgeblich beeinflussen wird».

10:40 Uhr

Auch die zweite Anwältin der Opfer kommt auf die Schuldfrage des Angeklagten zu sprechen: Egal, was das Gericht entscheide, ihre Mandanten hätten grossen Schaden erlitten, sowohl physisch aber auch psychisch.

10:34 Uhr

Immer wieder betont die Anwältin, die Auswirkungen des Gewaltereignisses: «Meine Mandantin sei seit der Tat arbeitsunfähig. Noch immer leide sie an Flashbacks, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, um nur einige zu nennen. Die Spuren des Gewaltereignisses sehe man ihr deutlich an.»

10:30 Uhr

«Der Angeklagte wollte den Tod meiner Mandanten», betont die Anwältin. Mit kontrollierten Beilschlägen sei ihre Mandantin angegriffen worden. Sie versuchte auszuweichen, was ihr nicht gelang. Gleichzeitig hörte sie ihr Baby schreien. Der Kinderwagen war bei der Attacke umgefallen. Nur durch das beherzte Eingreifen von Passanten habe die Familie überlebt.

10:28 Uhr

Die Anwältin betont, dass eine Teilnahme an der Verhandlung für ihre Mandantin undenkbar gewesen sei. Bis heute würde sie unter den Folgen der Tat leiden.

10:20 Uhr

Auch im Plädoyer der zweiten Opfer-Anwältin geht es um Schadenersatzforderungen. Rund 35'000 Franken Schadenersatz sowie mindestens 45'000 Franken Genugtuung und über 13'000 Franken an weiteren Entschädigungen sollen ihrer Mandantin zugesprochen werden.

Das Problem - und das gilt für alle Opfer und deren Schadenersatzforderungen: Der Angeklagte und dessen Familie verfügen über keine nennenswerten Vermögenswerte.

10:02 Uhr

Nachdem der Staatsanwalt bereits die Frage der Schuldfähigkeit des Angeklagten gestellt hat, kommt nun auch der Anwalt eines der Opfer darauf zu sprechen. Dies dürfte die grosse Frage des Prozesses werden. Inwieweit ist der Angeklagte schuldfähig? Hat er seine Taten geplant oder war es eine Affekthandlung. Dies müsse das Gericht nun klären, so ein Anwalt eines der Opfer.

09:58 Uhr

Zurzeit trägt der Anwalt des Opfers die Schadenersatzforderungen vor. Dabei kommt er immer wieder auf die Taten des Angeklagten zu sprechen. Eine Chronologie der Tat finden Sie hier:

09:50 Uhr

Es hätte jeden treffen können, sagt der Opfer-Anwalt. Es sei reiner Zufall gewesen, dass mein Mandant zum Opfer wurde. «Genau das macht die Tat des Angeklagten so verwerflich.» Die Ausführungen des Anwalts nimmt der Angeklagte regungslos zur Kenntnis.

09:45 Uhr

Der Anwalt eines der Opfer fährt fort: Sein Mandant sei zwar noch am Leben, aber noch heute sei er in psychologischer Behandlung. Er sei schwer traumatisiert. «Mein Mandant hat Schlafstörungen, Angst unter Menschen zu sein, Konzentrationsprobleme, Wutgefühle, emotionale Stumpfheit. Hinzu kommen Kopfschmerzen und Vergesslichkeit.» Bis heute sei er arbeitsunfähig. Aus Flums musste er mit seiner Familie wegziehen. «Und das nur wegen dieser Tat.»

09:43 Uhr

Jetzt sprechen die rechtlichen Vertreter der insgesamt sieben Opfer. Hier geht es um umfangreiche Zivilforderungen, die geltend gemacht werden dürften. Rund 80'000 Franken fordert alleine einer der Zivilkläger. Der Mann leidet laut Anklageschrift heute an einer posttraumatischen Belastungsstörung, nachdem ihn der Angeklagte mit dem Beil lebensgefährlich an Hals und Gesicht getroffen hatte.

09:35 Uhr

Das Plädoyer schliesst der Staatsanwalt mit der Erkenntnis, dass er mit den Erinnerungslücken einzig seine Strafe reduzieren wolle. «Das kaufe ich ihm nicht ab», so der Staatsanwalt.

09:33 Uhr

Der Staatsanwalt nimmt dem Angeklagten die Erinnerungslücken nicht ab: Nach der Tat habe er sich noch ganz genau erinnern können. Der Staatsanwalt zitiert aus der Befragung des Angeklagten kurz nach der Tat. «Ich bin ein Tier, ich wollte töten», hätte er damals zu Protokoll gegeben.

09:32 Uhr

Mit dieser Frage schliesst das Gericht die Befragung. Der Staatsanwalt setzt zum Plädoyer an: Da der Angeklagte sich heute an nichts mehr erinnern könne, wolle er ihm auf die Sprünge helfen: «Er wollte Menschen töten», sagt der Staatsanwalt. Die Eltern sollten durch das Feuer sterben. Auch die Angegriffenen Personen sollten sterben.

09:26 Uhr

Der Staatsanwalt will vom Angeklagten wissen, ob er Menschen töten wollte?

«Ich weiss es nicht. Ich habe nichts geplant», entgegnet ihm der Angeklagte. «Einzig, dass ich sterben wollte, das wusste ich.»

09:24 Uhr

Heute könne so etwas nicht mehr passieren, sagt der Angeklagte. «Ich bin reifer und weiser geworden.»

09:22 Uhr

Die Gerichtspräsidentin fragt, wie es ihm heute gehe und wie er über die Tat denke: «Ich bereue es», entgegnet ihr der Angeklagte.

09:18 Uhr

Während der ganzen Tat habe er nicht nachgedacht. «Ich habe nur gehandelt», so der Angeklagte. Einzig der Wunsch zu sterben sei stetig präsent gewesen. «Als ich gestellt wurde, habe ich der Polizei mehrmals gesagt, sie sollen mir in den Kopf schiessen.» Heute sei das anders, «ich bin doch jemand».

09:16 Uhr

Der Angeklagte fährt fort: «Die Taten waren nicht geplant, auch die Angriffe auf die Menschen nicht.» Es sei ihm eigentlich nur um ein Auto gegangen, um nach Lettland zu gelangen. Er habe auch nicht gewusst, dass eine der Opfer schwanger gewesen sei.

09:13 Uhr

Die Richterin will vom Angeklagten wissen, was er anschliessend gemacht habe. «Ich wollte nach Lettland.» Dort habe alles angefangen. Es sei keine schöne Zeit da gewesen.

09:10 Uhr

Begonnen habe die ganze Tat mit dem Suizidversuch, fährt die Richterin fort. «Anschliessend haben Sie versucht ihr Elternhaus anzuzünden. Was haben Sie sich dabei gedacht?»

«Die Tat war wie im Affekt. Ich kann mich eigentlich an nichts erinnern», antwortet der Angeklagte.

09:04 Uhr

Die Gerichtspräsidentin stellt die erste Frage an den Angeklagten: «Gab es einen Auslöser für Ihre Tat?» Die Antwort fällt kurz aus: Dazu wolle er nichts sagen. Das sei sein Recht entgegnet ihm die Gerichtspräsidentin.

09:00 Uhr

Die Verhandlung startet pünktlich. Die Gerichtspräsidentin eröffnet das Jugendverfahren.

08:45 Uhr

Vorwurf der Staatsanwaltschaft

Die Jugendanwaltschaft des Kantons St.Gallen wirft dem heute 18-Jährigen folgendes vor: Mehrfacher versuchter Mord, versuchte Brandstiftung, mehrfache einfache Körperverletzung, Sachbeschädigung und mehrfache Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz.

Sie beantragt einen Freiheitsentzug von drei Jahren sowie eine Busse von 500 Franken. Ferner soll eine geschlossene Unterbringung angeordnet werden.

08:35 Uhr

Das Gericht hat entschieden, dass die Öffentlichkeit von der Hauptverhandlung ausgeschlossen bleibt. Dies weil der mutmassliche Täter zur Tatzeit noch minderjährig war. Medien sind aber zum ersten Verfahrensteil heute morgen zugelassen.

08:30 Uhr

Guten Morgen und herzlich willkommen zur Live-Berichterstattung aus dem Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland. Es berichtet für Sie Tim Naef.