Mumpf

327 Zweibrückenschwimmer stürzten sich in den Rhein

Idealer hätten die Bedingungen beim 27. Zweibrückenschwimmen zwischen Bad Säckingen und Mumpf nicht sein können. Bei Sonne und 23 Grad Wassertemperatur stürzten sich 327 Teilnehmer in den Rhein.

Schon vormittags gegen 10 Uhr standen die Schwimmer am Pontonierhaus in Mumpf Schlange, um die 15 Franken Teilnahmegebühr zu entrichten und sich registrieren zu lassen. Jedem Teilnehmer wurde eine nummerierte weisse Badekappe zu geordnet.

Zweibrückenschwimmen

So verlief das Zweibrückenschwimmen

Mit Motorbooten der MumpferPontoniere ging es dann die 3,5 Kilometer lange Schwimmstrecke rheinaufwärts nach Bad Säckingen. Dort, unterhalb des Kraftwerks, stiegen die Schwimmer ein, um sich von der Strömung zurücktreiben zu lassen. Aber bevor es in die Boote ging, erteilte OK-Präsident Daniel Winter von der SLRG Sektion FricktalSicherheitsinstruktionen. Er ermahnte die Teilnehmer in Gruppen zu schwimmen und das Schwimmerfeld möglichst kompakt zu halten. Wer nicht mehr kann - bitte Arm hoch und sich abholen lassen. Das war das Signal an eines der vielen Rettungsboote, welche die Strecke absicherten. Besetzt waren sie mit Freiwilligen von DLRG, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW). Am Ufer tat das Deutsche Rote Kreuz Bad Säckingen Dienst. Und für alle Fälle waren auch die Spitäler beiderseits des Rheins in Bereitschaft.

Ihre Dienste mussten aber nicht in Anspruch genommen werden. Das Zweibrückenschwimmen blieb ohne Zwischenfälle. Seit langen war es einmal wieder das Volksfest am Rhein, das sich die Veranstalter wünschen - nach zwei wetterbedingten Absagen 2009 und 2010. So war der harte Kern wieder mit am Start - Hartgesottene, die bei jeder Witterung mitmachen. Aber das sonnige und warme Wetter (28 Grad Lufttemperatur) animierte viele zum Einsteigen, die sonst sicher zu Hause geblieben wären.

Alte und Junge, Singles und ganze Familien wagten sich in den Fluss, viele zum ersten Mal.Und so unterschiedlich die Teilnehmer, so waren es auch die Schwimmhilfen, die zum Einsatz kamen: Schwimmwesten, Flossen, bunte Schwimmnudeln. Allen gemeinsam war die weisse Badekappe auf dem Kopf, die sie schon von weitem sichtbar machen sollte. Doch nicht alle hielten sich an Winters Empfehlung, möglichst nahe beieinander zu bleiben. Stattdessen zog sich das Schwimmerfeld auf dem Rhein weit in die Länge.Manche liessen sich nur gemütlich treiben. Andere nahmen es sportlicher, machten Schwimmzüge und verkürzten so die Zeit. Die Zeit spielte allerdings keine Rolle, denn es handelt sich um ein Schwimmen ohne jeden Wettkampfcharakter. Wer beim Pontonierhaus Mumpf ankam, auf den warteten eine Dusche und heisse Boullion. Und am Abend noch das Fischessen der MumpferPontoniere.

War Daniel Winter am Vormittag noch vorsichtig („Wir erwarten rund 250 Teilnehmer"), gab Walter Rech, Ehrenpräsident der SLRG Fricktal, am Abend 327 durch. Sie allen liessen sich unter der historischen Holzbrücke und der Fridolinsbrücke, die Bad Säckingen und Stein verbinden, flussabwärts treiben. Zwei Bauwerke, die namensgebend sind für das Zweibrückenschwimmen.

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