Denn die Klasse hat sich auf Initiative der Klassenlehrerin am Wettbewerb «JuniorWebAward» beteiligt und beantwortet alle diese Fragen zum Thema auf ihrer Homepage. Bei diesem Wettbewerb wird eine möglichst gute Homepage zu einem frei wählbaren Thema gestaltet.

«Ich habe die Ausschreibung im Schulheft gesehen. Das war im Juni 2010», berichtet die Klassenlehrerin. Bevor sie mit ihrer Klasse letzten November das Projekt startete, habe sie Kontakt mit der Max-Havelaar-Stiftung aufgenommen, um sicher zu gehen, dass das Projekt einer Website zu einem Thema der Stiftung positiv aufgenommen wird.

Informationen gesammelt

Den Aufwand für das Projekt hat Cupa unterschätzt. «Ich hatte ja keinen blassen Schimmer von der Herstellung einer Homepage.» Unterstützung erhielt sie vom IT-Spezialisten der Schule, Cristian Kissler. Wöchentlich sei sie mit Kissler am Mittwochnachmittag zusammen gesessen und habe gelernt, wie man eine Homepage bastelt. «Was ist ein Template, wo kann ich diese auslesen, wie verwalte ich eine Homepage und, und, und.»

Parallel dazu haben die 20 Schülerinnen und Schüler Informationen zum Thema zusammen gesucht. Als Beispiel für Fairtrade wurde die Banane ausgewählt. Die Informationen fanden sie nicht nur in Büchern oder im Internet. «Wir besuchten das Migros-Verteilzentrum in Schönbühl, wo es eine Bananen-Reiferei hat. Die Schüler machten Interviews, nahmen an einer Führung teil, und sie besuchten den botanischen Garten in Bern.» Die Schülerinnen und Schüler haben alle Texte selber geschrieben und auch selber ins Internet gestellt, ebenso die Bilder.

50 Lektionen für die Website

Die Organisation des Projektes sei eine rechte Herausforderung für die Klassenlehrerin gewesen. «Ich schickte beispielsweise einen Teil der Kinder ins Migros Umfragen machen. Ein Teil arbeitete am Computer. Wieder andere erarbeiteten ein Hörspiel.» Zirka 50 Lektionen benötigten die Kinder für die Website. Sie waren sehr motiviert und stolz, diese Arbeit zu machen. Und mit der Zeit halfen sie auch einander aus und gaben ihr Wissen weiter. Viele Kinder haben sich auch in der Freizeit mit dem Thema beschäftigt.»

Beinahe 200 Projekte wurden in diesem Jahr für den Wettbewerb eingereicht. Organisiert wird er von der Firma Switch, die seit Beginn des Internets die Registrierungsstelle für Domain-Namen mit den Endungen .ch (Schweiz) und .li (Liechtenstein) betreibt. Wer sich die Mühe nimmt und mit abstimmt, darf sich ruhig einige der Wettbewerbs-Homepages anschauen. Langweilig wird es dabei niemandem.

Information: Wer die Seite www.juniorwebaward.ch aufsucht, findet das Projekt «Auf den Spuren von Max Havelaar» beim kleinen See oben links der Insel. Die Adresse der Website selber lautet: http://fairebanane.juniorwebaward.ch. Bis 5. April kann abgestimmt werden.