Zulassungsverfahren
Swissmedic prüft ersten Corona-Impfstoff aus der Schweiz

Die Zulassungsbehörde Swissmedic nimmt einen vierten potenziellen Corona-Impfstoff unter die Lupe. Geprüft wird eine Substanz des Schweizer Herstellers Janssen-Cilag.

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Die Janssen-Cilag AG ist ein Tochterunternehmen von Johnson & Johnson.

Die Janssen-Cilag AG ist ein Tochterunternehmen von Johnson & Johnson.

Keystone

(rwa) Das Pharma-Unternehmen Janssen-Cilag des US-Konzerns Johnson & Johnson hat bei Swissmedic letzte Woche für ihren Impfstoffkandidaten ein Zulassungsgesuch eingereicht, wie die Behörde am Montag mitteilte. Janssen hat den Antrag für den Vektor-basierten Impfstoff fast zeitgleich auch in Europa und Kanada gestellt.

Swissmedic prüft auch dieses Gesuch stark beschleunigt. Im rollenden Verfahren müssen die Firmen mit einem Zulassungsantrag nicht warten, bis alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, sondern können Resultate der fortlaufenden Studien einreichen, sobald diese verfügbar sind. Damit sollen der Schweizer Bevölkerung sichere, wirksame und qualitativ einwandfreie Impfstoffe rasch zur Verfügung stehen.

Drei weitere Gesuche

Das Gesuch von Janssen-Cilag ist das vierte für einen Corona-Impfstoff, das Swissmedic prüft. Die drei anderen Gesuche stammen von AstraZeneca, Moderna und Pfizer/BioNTech. Der Impfstoff von Moderna soll teilweise in den Lonza-Werken in Visp produziert werden. Bereits im August hatte der Bundesrat mit Moderna einen Vertrag über die Lieferung von 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen.

Von AstraZeneca wird die Schweiz 5,3 Millionen Impfdosen erhalten, dies dank einem Entgegenkommen der EU, welche EWR und EFTA-Ländern ermöglicht, Brüssel vertraglich zugesicherte Impfdosen über die schwedische Regierung zu beziehen. Bei Pfizer/BioNTech hat der Bund drei Millionen Impfdosen reserviert. Alle vier Impfstoffe sollen in der Schweiz unabhängig geprüft und zugelassen werden.