Coronapandemie
SBB und Sozialpartner einigen sich auf Sparmassnahmen beim Personal

Nach viermonatiger Verhandlungszeit haben sich die SBB und die Personalvertreter geeinigt. Sie haben Sparmassnahmen bei den Löhnen beschlossen und den GAV um weitere drei Jahre verlängert.

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Die SBB muss sparen und sieht deshalb künftig weniger Geld für Lohnerhöhungen vor. (Symbolbild)

Die SBB muss sparen und sieht deshalb künftig weniger Geld für Lohnerhöhungen vor. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Die finanzielle Situation der SBB sei wegen den Folgen der Coronapandemie sehr angespannt, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Um die Lage zu entspannen, muss nun auch das Personal Sparmassnahmen hinnehmen. Nach «intensiven Verhandlungen» mit den Sozialpartnern sind diese Massnahmen nun klar, schreiben die SBB und die Sozialpartner in ihrer gemeinsamen Mitteilung.

Für Mitarbeitende der tieferen Anforderungs- und Lohnniveaus ist demnach künftig weniger Geld für Lohnerhöhungen vorgesehen als bisher vereinbart. Konkret sollen anstatt 0.9 Prozent der Lohnsumme noch 0,3 Prozent dafür verwendet werden. Ganz gestrichen werden laut Mitteilung die einmaligen Leistungsanteile, welche Mitarbeiter jeweils für sehr gute Ergebnisse in der Personalbeurteilung erhalten.

Noch keine Einigung bei SBB Cargo

Derweil werden alle Mitarbeitenden, die per 31. Mai 2021 mindestens ein Jahr bei den SBB angestellt sind, eine ausserordentliche Prämie von 200 Franken ausbezahlt erhalten. Wer weniger als 50 Prozent arbeitet, erhält die Hälfte.

Weiter haben die SBB und die Sozialpartner beschlossen, den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ab dem 1. Mai 2022 um drei Jahre zu verlängern. Damit wolle man «Stabilität und Berechenbarkeit» schaffen, wird SBB-Personalchef Markus Jordi in der Mitteliung zitiert.

Für SBB Cargo dauern die Verhandlungen zwischen Bahngesellschaft und Sozialpartnern gemäss der Mitteilung derweil weiter an. Dort ist es demnach bislang zu keiner Einigung gekommen.