Spitzenposten
Hildebrand nimmt erste Hürde im Bewerbungsverfahren

Den ersten Cut im Rennen um den Vorsitz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Philipp Hildebrand überstanden. Derzeit hat er noch sieben Konkurrenten.

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Philipp Hildebrand bei der Präsentation seiner Kandidatur an einer Pressekonferenz in Bern.

Philipp Hildebrand bei der Präsentation seiner Kandidatur an einer Pressekonferenz in Bern.

Keystone

(mg) Und da waren es nur noch acht. Zwei der zehn Kandidaten, die im Rennen waren um den Vorsitz des OECD-Generalsekretärs, sind bereits in der ersten Selektionsrunde ausgeschieden. Philipp Hildebrand, der Schweizer Kandidat, hat diesen Cut überstanden, wie das Wirtschaftsdepartement am Donnerstag mitteilte. Neben Hildebrand sind Mathias Cormann (Australien), Ulrik V. Knudsen (Dänemark), Kersti Kaljulaid (Estland), Anna Diamantopoulou (Griechenland), Bill Morneau (Kanada), Cecilia Malmström (Schweden) und Christopher Liddell (USA) weiter in der Auswahl.

Bis Anfang März soll der Nominationsprozess beendet sein. Die Ergebnisse der zweiten Runde werden am 28. Januar bekanntgegeben, dann wird sich das Kandidatenfeld weiter verkleinern. Hildebrand, der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), habe in den letzten Wochen zahlreiche bilaterale Gespräche geführt. Darunter mit 19 Ministern und 22 stellvertretenden Ministern oder Staatssekretären.

Mit Wachstum Schulden abbauen

Unlängst hatte Hildebrand in einem Interview seine Ziele als OECD-Generalsekretär öffentlich gemacht: Nach der Covid-Krise gehe es darum, Wachstumspotenziale zu erhöhen, die Ungleichheit in Wirtschaft und Gesellschaft zu korrigieren und die Teibhausgasemissionen auf netto Null herunterzufahren. Die Staaten hätten gigantische Schuldenberge aufgetürmt, die nur mit mehr Wachstum abgebaut werden könnten. Dieses müsse gerecht und klimafreundlich sein, so Hildebrand im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag». Der Bundesrat hatte die Kandidatur von Hildebrand lanciert und unterstützt diese «vollumfänglich», wie es in der Mitteilung heisst.