Sommerferien
Zwischen 95 Rappen und 7 Franken: Bei den Kurtaxen gibt es grosse Unterschiede

Die Spannweite der Kurtaxen, welche die Schweizer Tourismusgemeinden von ihren Gästen verlangen, ist gross. Nicht alle Unterschiede lassen sich mit den gebotenen Leistungen erklären.

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Wer in Montreux Ferien macht, zahlt eine der höchsten Kurtaxen in der Schweiz.

Wer in Montreux Ferien macht, zahlt eine der höchsten Kurtaxen in der Schweiz.

Keystone

Wer in diesen Wochen in der Schweiz Ferien macht, zahlt je nach Gemeinde eine unterschiedlich hohe Kurtaxe. Wie eine Analyse des Vergleichsdiensts Comparis.ch zeigt, ist diese in Zug mit 95 Rappen am günstigsten. Am meisten verlangen die Walliser Gemeinden Saas Fee und Saas Almagell sowie Montreux im Kanton Waadt mit jeweils 7 Franken pro Nacht.

Insgesamt hat Comparis die Kurtaxen der 80 Schweizer Gemeinden verglichen, welche die meisten Fremdübernachtungen aufweisen. Die durchschnittliche Kurtaxe liegt demnach bei 3,75 Franken pro Nacht. Weil der Entscheid über die Höhe des Tarifs bei den Gemeinden liegt, gibt es auch kantonsintern grosse Unterschiede. So beträgt die Kurtaxe beispielsweise in Chur 2,35 Franken. In Davos zahlen Reisende mit 5,90 Franken deutlich mehr.

Preisunterschiede nicht immer mit Leistungen erklärbar

Die Einnahmen aus den Kurtaxen verwenden die Gemeinden für die Finanzierung der örtlichen touristischen Angebote. Vielerorts gibt es deshalb eine sogenannte Gästekarte, die Vergünstigungen bei den Bergbahnen oder die Gratisnutzung der lokalen öffentlichen Verkehrsmittel ermöglicht. Nicht immer liessen sich unterschiedlich hohe Kurtaxen aber mit den Leistungen erklären, schreibt Comparis.

«Selbst zwischen Gemeinden mit vergleichbaren Leistungen sind die Preisunterschiede bei den Kurtaxen beträchtlich.» So seien etwa die Kurtaxen in Saas Fee und Saas Almagell knapp dreimal teurer als in Chur. Alle drei Gemeinden bieten jedoch vergünstigte Fahrten im öffentlichen Verkehr und mit der örtlichen Bergbahn. (agl)