Murdoch kann bei Basler Messegruppe MCH nicht so einfach einsteigen wie geplant

Die Übernahmekommission kippt den Entscheid der MCH-Aktionäre, James Murdoch bei der kriselnden Messebetreiberin einsteigen zu lassen. Sie heisst damit eine Beschwerde der LLB Swiss Investment gut.

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Die Aktionäre der MCH Group hatten Anfang August der Beteiligung Murdochs zugestimmt.

Die Aktionäre der MCH Group hatten Anfang August der Beteiligung Murdochs zugestimmt.

Nicole Nars-Zimmer

(gb.) Laut der Übernahmekommission ist eine Statutenänderung, die an der ausserordentlichen Generalversammlung der MCH Group Anfang August beschlossen wurde, ungültig. Dies teilte die MCH Group am Freitag mit. Die Mehrheit der Aktionäre hatte sich dafür ausgesprochen, dass sich James Murdochs Firma Lupa Systems LLC ohne ein öffentliches Übernahmeangebot an der kriselnden Messebetreiberin beteiligten darf.

Der Grund für den Entscheid der Kommission ist eine Vorgabe beim Stimmenzählen. Nach Ansicht der Kommission wurde das erforderliche Quorum der «Mehrheit der Minderheit» nicht erreicht. Die Enthaltungen hätten als Nein-Stimmen gezählt werden müssen. Dies wiederum widerspreche den Statuten der MCH Group, heisst es in der Mitteilung weiter.

Mit ihrem Entscheid stimmt die Übernahmekommission einer Einsprache der LLB Swiss Investment AG zu. Als Folge müsste Murdoch nun ein öffentliches Pflichtangebot unterbreiten, wenn er eine Beteiligung von über 33,3 Prozent anstrebt. Die MCH Group will die Verfügung der Kommission nun analysieren und dann über weitere Schritte entscheiden, wie sie in ihrer Mitteilung schreibt.