Mobilität
Velo-Boom in der Schweiz hält an, Corona sorgt weiter für Lieferengpässe

Der Schweizer Velohandel legte im ersten Halbjahr 2021 deutlich zu, insbesondere E-Bikes waren gefragt. Wegen Lieferengpässen ist die weitere Entwicklung allerdings unsicher.

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Wer sich für ein neues Velo oder E-Bike interessiert, muss sich frühzeitig umschauen. (Symbolbild)

Wer sich für ein neues Velo oder E-Bike interessiert, muss sich frühzeitig umschauen. (Symbolbild)

Bild: Keystone

Das Velo hat in der Coronapandemie deutlich an Beliebtheit gewonnen. Sowohl für den Freizeitsport, als auch um den ÖV möglichst zu umgehen. Der Boom hielt auch im ersten Halbjahr 2021 an, wie die Schweizerische Fachstelle Velo und E-Bike mitteilte. Demnach stiegen die Importe von E-Bikes um 16,5 Prozent auf rund 111'000 Stück. Das seien so viele, wie im ganzen Jahr 2018, heisst es in der Mitteilung. Die Fahrrad-Importe stiegen derweil um knapp 9 Prozent auf rund 201'000 Stück.

Punktuell weiterhin Lieferengpässe

Die Verkäufe legten zu, obwohl das Wetter in diesem Frühsommer nicht immer besonders velofreundlich war. Wie die Fachstelle schreibt, konnten die Fahrradhändler die Schlechtwetterperioden dazu nutzen, die Pendenzenberge von ausstehenden Bestellungen und Reparaturen abzuarbeiten. Von einer «generellen Veloknappheit» könne aber keineswegs die Rede sein, heisst es weiter. Punktuell gebe es aber weiterhin Lieferengpässe.

Velobestandteile aus Fernost fehlen

Unklar sei zudem, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird, schreibt die Fachstelle Velo. Einige Fabriken hätten bereits die Produktion drosseln oder vorübergehend einstellen müssen, weil Velobestandteile aus Fernost fehlten. So sei beispielsweise eine Fabrik einer Komponentenherstellerin in Malaysia wegen der Pandemie für einen ganzen Monat geschlossen worden. Die Branchenteilnehmer rechnen laut Mitteilung damit, auch 2022 noch stärker gefordert zu sein. Ab 2023 dürfte sich die Lage dann stabilisieren. (agl)

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