MILLIONENKLAGE
Credit Suisse stockt weitere Reserven für US-Gerichtsfall auf

Bei einem Gerichtsfall in den USA droht der Credit Suisse ein Schaden von 680 Millionen US Dollar. Dazu erhöht sie nochmals deutlich ihre Rückstellungen.

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Die Credit Suisse sieht sich in den USA mit einer Klage konfrontiert.

Die Credit Suisse sieht sich in den USA mit einer Klage konfrontiert.

Keystone

(dpo) Die Credit Suisse hat im Zusammenhang mit dem Gerichtsfall bereits zuvor Reserven in Höhe von 300 Millionen US Dollar zurückgestellt. Nun erhöht die Grossbank diesen Betrag voraussichtlich um insgesamt 850 Millionen US Dollar, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Wegen dieser Erhöhung sowie weiteren Wertberichtigungen erwartet Credit Suisse für das vierte Quartal 2020 einen Reinverlust. Die detaillierten Ergebnisse zum Schlussquartal des vergangenen Jahres veröffentlicht sie am 18. Februar 2021.

Bei dem Gerichtsverfahren in den USA geht es um Hypothekensicherheiten aus der Zeit vor der Finanzkrise 2008. Die Credit Suisse war damals im US-Hypothekengeschäft tätig, das 2008 in der sogenannten Subprimekrise crashte. 2017 unterzeichnete die Grossbank in diesem Zusammenhang eine Einigung mit der US-Regierung. Einzelne Klagen blieben aber offen. Im vorliegenden Fall wirft der Anleihenversicherer MBIA der Credit Suisse vor, bei der Versicherung von Hypothekenverbriefungen falsche Angaben gemacht zu haben.