Medien
Weniger Werbung und Events: Pandemie macht Ringier zu schaffen

Die Coronakrise macht auch vor der Ringier Gruppe nicht halt: Der Konzern erwirtschaftete letztes Jahr weniger Umsatz und einen tieferen Gewinn.

Drucken
Teilen
Der operative Gewinn von Ringier sank im vergangenen Jahr um knapp 30 Millionen Franken.

Der operative Gewinn von Ringier sank im vergangenen Jahr um knapp 30 Millionen Franken.

Keystone

(abi) Der operative Gewinn der Ringier-Gruppe, die unter anderem den «Blick» und «SonntagsBlick» herausgibt, sank 2020 gegenüber dem Vorjahr von 114,1 Millionen auf 84,4 Millionen Franken. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Rund zwei Drittel des operativen Gewinns stammen aus dem Digitalgeschäft.

Der Umsatz ging von 984,8 Millionen auf 953,7 Millionen zurück. Grund dafür ist gemäss Ringier der Corona bedingte Rückgang im Werbemarkt, bei den digitalen Marktplätzen und im Eventbereich (Ticketing). Dafür erzielten die eCommerce- und Food-Delivery-Unternehmen in der Schweiz und der Slowakei höhere Erlöse als budgetiert.

Der Konzern konnte zwar durch umfassende Umsatz- und Kostenmassnahmen in allen Segmenten einen erheblichen Teil des pandemiebedingten Umsatzverlustes ausgleichen, wie es weiter heisst. Dennoch sank die Marge (auf Stufe Ebitda) im vergangenen Jahr von 11,6 auf 8,8 Prozent. Hoch blieb dagegen die Investitionsquote von rund 100 Millionen Franken in die Digital-Produkte der Segmente Media und «Marketplaces».

Corona wirft Ringier um zwei Jahre zurück

«Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden uns bei der Umsetzung unserer ehrgeizigen Transformation rund zwei Jahre kosten», wird Konzernchef Marc Walder in der Mitteilung zitiert. Er kündigte zudem den Aufbau eines digitalen Sport-Medien-Portfolios an.

Das Portfolio des Medienunternehmens umfasst über 110 Tochterfirmen in den Bereichen Print, digitale Medien, Radio, Ticketing, Entertainment und E-Commerce. Dazu kommen digitale Marktplätze in den Bereichen Auto, Immobilien und Jobs.

Aktuelle Nachrichten