Luxusuhren
«Ungünstige Marktbedingungen»: Chronext bläst Börsengang ab

Der Schweizer Luxusuhrenhändler Chronext geht vorerst doch nicht an die Börse. Das Unternehmen legt den Börsengang vorerst auf Eis. Als Grund nennt es die «ungünstigen Marktbedingungen».

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Das in Zug beheimatete Unternehmen Chronext betreibt einen Onlineshop für gebrauchte Luxusuhren.

Das in Zug beheimatete Unternehmen Chronext betreibt einen Onlineshop für gebrauchte Luxusuhren.

HO

Chronext habe gemeinsam mit den Aktionären beschlossen, den Börsengang aufgrund der «derzeit ungünstigen Marktbedingungen für Wachstumsunternehmen» zu verschieben, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Man sei jedoch weiterhin entschlossen, einen Börsengang durchzuführen, sobald sich die Marktbedingungen stabilisieren.

Die Kotierung an der Börse hätte dem Zuger Unternehmen bis 200 Millionen Franken einbringen sollen. 9,52 Millionen neue Aktien, dazu eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 1,42 Millionen Aktien: Damit wollte Chronext diesen Freitag an die Schweizer Börse. Die Aktien stammten dabei aus einer Kapitalerhöhung. Die Preisspanne hatte Chronext auf 16 bis 21 Franken je Aktie festgelegt.

Bei einer vollständiger Platzierung der angebotenen Aktien und vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption würde die Marktkapitalisierung des Zuger Unternehmens 520 bis 680 Millionen Franken betragen. Laut eigenen Angaben peilte Chronext mit dem Börsengang einen Bruttoertrag von 152 bis 200 Millionen Franken an.

Chronext betreibt einen Onlineshop für gebrauchte Luxusuhren wie Rolex, Omega oder IWC. Der geplante Börsengang sei einer der «wichtigsten strategischen Meilensteine» für das Unternehmen seit seiner Gründung 2013, liess sich CEO und Mitbegründer Philipp Man in einer früheren Mitteilung verlauten. (dpo/rwa)

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