Journalistenstreit
«Inside Paradeplatz» wehrt sich gegen Sexismus-Vorwurf von Patrizia Laeri

Nachdem Finanzunternehmerin Patrizia Laeri vor Gericht gegen das Wirtschaftsportal «Inside Paradeplatz» gewonnen hat, weist dessen Herausgeber Lukas Hässig die Sexismus-Vorwürfe zurück.

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«Zur Marke geworden»: Inside Paradeplatz muss Textpassagen über Patrizia Laeri löschen.

«Zur Marke geworden»: Inside Paradeplatz muss Textpassagen über Patrizia Laeri löschen.

HO

Der Autor eines Artikels über die Plattform Ellexx habe sexistisch über die ehemalige SRF-Journalistin und jetzige Finanzunternehmerin Patrizia Laeri berichtet, warf diese «Inside Paradeplatz» vor. Und erwirkte beim Bezirksgericht Meilen, dass Teile des Texts gelöscht werden mussten. Am Mittwoch meldete sich «Inside Paradeplatz»-Herausgeber Lukas Hässig auf seinem Portal zu Wort und wies die Sexismus-Vorwürfe zurück.

«Inside Paradeplatz» habe Laeri zu Jahresbeginn Fragen zur Performance der neugegründeten Finanzplattform Ellexx gestellt, diese seien aber nicht beantwortet worden. Im Artikel hatte der Autor berichtet, dass Ellexx, eine speziell für Frauen konzipierte Investmentplattform, im Vergleich zu anderen Schweizer Investmentvehikeln eine schwache Performance aufweise. Dabei hatte er auch Bezug auf Laeris Äusseres genommen.

Dies sei durchaus auch bei Männern üblich, schreibt Hässig und verweist dabei auf den als «Ronaldo» bezeichneten ehemaligen UBS-Banker Andrea Orcel. Bei dem Artikel sei es denn auch nicht um Laeris Frausein gegangen, sondern um ihr Image und jenes von Ellexx. «Laeri ist zur Marke geworden, zum Markenzeichen für Frauen, die mit Selbstvertrauen, Mut und Eleganz ihren Weg machen», schreibt Hässig. «Mit dem Gütesiegel ‹Laeri› soll jetzt auch der Gender-Equality-Fonds an die Frau gebracht werden.» (wap)

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