Joint Venture
Digitale Marktplätze und Medien: Ringier stärkt Position in Osteuropa

Die Ringier AG hat von Axel Springer die Anteile in Ungarn, Serbien, der Slowakei, Estland, Lettland und Litauen übernommen. Der Konzern baut damit seine Aktivitäten in Osteuropa weiter aus.

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Ringier und Axel Springer gründeten 2010 das Joint Venture Ringier Axel Springer Media AG und brachten ihre Geschäfte aus Osteuropa ein.

Ringier und Axel Springer gründeten 2010 das Joint Venture Ringier Axel Springer Media AG und brachten ihre Geschäfte aus Osteuropa ein.

Keystone

Mit dem Erwerb treibe Ringier seine konsequente, internationale Wachstums- und Investitionsstrategie im Bereich der digitalen Marktplätze und der Medienmarken weiter voran, teilte die Gruppe am Mittwoch mit. Gleichzeitig würden die bestehenden Aktivitäten in Rumänien und Bulgarien gestärkt. Während Axel Springer in der Slowakei weiterhin minderheitlich beteiligt bleibt, hält die Ringier Gruppe in den anderen Ländern künftig 100 Prozent der Anteile.

Die Übernahme der Aktienanteile soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen sein, wie es weiter heisst. Noch müssen allerdings die örtlichen Kartellrechtsbehörden grünes Licht geben. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

«Diese Transaktion ist ein Bekenntnis zu unserem langfristig angelegten Engagement als moderner Medieninvestor in Osteuropa», wird Ringier-Chef Marc Walder in der Mitteilung zitiert. «Das Portfolio dieser Länder passt ideal zu uns und wird das Ringier-Ecosystem weiter stärken.»

Joint Venture in Polen läuft weiter

Ringier und die Axel Springer SE verfügen seit 2010 über ein Joint Venture in Mittel- und Osteuropa. Mit dem nun bekannt gegebenen Entscheid werden sich Axel Springer und Ringier als Joint-Venture-Partner in Osteuropa zukünftig nur noch auf den polnischen Markt konzentrieren. Das Angebot in Polen soll sogar noch weiter wachsen.

Axel Springer setzt derweil Schwerpunkte und will sich im Rahmen seiner Wachstumsstrategie auf das Digitalgeschäft in grossen strategischen Märkten fokussieren, wie es weiter heisst. Zentral dabei sei im Segment News Media das bereits sehr stark digitalisierte Portfolio in Deutschland, den USA und Polen. (abi)

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