Getränkemarkt
Weniger Durst: Corona schmälert den Umsatz von Rivella

Geschlossene Restaurants und fehlende Events haben Folgen:
Der Getränkehersteller aus Rothrist verkauft deutlich weniger.

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Weniger Umsatz: Rivella leidet unter der Coronapandemie.

Weniger Umsatz: Rivella leidet unter der Coronapandemie.

Keystone

Die Coronapandemie ging 2020 auch an Rivella nicht spurlos vorbei. Der Umsatz brach im Vergleich zu 2019 um 10,8 Prozent ein und betrug 125 Millionen Franken, die mit dem Verkauf von 98 Millionen Liter Erfrischungs- und Fruchtsaftgetränken erzielt wurden. Hauptgründe für den Rückgang sind die pandemiebedingten Schliessungen in der Gastronomie und die Absagen hunderter Events in der Schweiz, die der Rothrister Getränkehersteller normalerweise beliefert. Auch an Kiosken, in Tankstellenshops oder in Personalrestaurants – ging der Verkauf zurück. Da liegt der Grund ebenfalls bei Corona, weil die Menschen im Pandemie-Jahr zuhause blieben.

Entsprechend stellte Rivella eine Verschiebung zum Heimkonsum fest.

«Allerdings kann das den Verlust in der Gastronomie und die Ausfälle aufgrund der abgesagten Veranstaltungen nicht kompensieren»,

erklärt Monika Christener, Leiterin Unternehmenskommunikation. Da die Menschen wegen der Pandemie die Ferien eher in der Schweiz verbrachten, erwiesen sich die Werbekampagne «Daheim» und die Wanderpromotion als Erfolg. Mit der Unterstützung der Pedalofestivals, an denen die Besucher Konzerte von Schweizer Künstlern von Pedalos aus verfolgen konnten, kam trotz Pandemie Lebensfreude und Sommerfeeling auf, wie Rivella AG in einer Medienmitteilung schreibt.

30 Prozent der Getränke werden im Ausland verkauft

Rund ein Drittel der Getränke verkauft das Unternehmen mittlerweile im Ausland. In den Niederlanden, dem grössten Auslandsmarkt, konnten mengenmässig sogar mehr Getränke geliefert werden als im Vorjahr. Der Erfolg ist unter anderem der Produktneuheit Rivella Pine-apple, die es nur in den Niederlanden zu kaufen gibt, zu verdanken. Dort arbeitet Rivella schon länger mit einem Partner zusammen, der die Abfüllung und den Vertrieb sicherstellt.

Dass das Ausland einmal wichtiger wird als die Schweiz, habe Rivella nicht zum Ziel, wie Monika Christener sagt.

«Wir freuen uns natürlich über die schönen Resultate im Ausland. Die Schweiz bleibt aber klar unser Hauptmarkt, der für uns strategische Priorität hat.»

Die Auslandsumsätze wurden im letzten Jahr allerdings vom tiefen Eurokurs beeinflusst.

Fans der Kultmarke dürfen sich freuen: Auch wenn Rivella Pineapple nicht in der Schweiz zu kaufen ist, darf hierzulande bald mit einer Produktneuheit von Rivella gerechnet werden, wie Christener verrät. «Moment ankann ich dazu aber leider noch nichts sagen.» (rw)