Digitalisierung
Boom ohne Ende: Onlinehandel erwartet im laufenden Jahr einen Rekordumsatz

Der starke Zuwachs des Onlinehandels seit Beginn der Pandemie setzt sich weiter fort. Laut neuesten Zahlen rechnet die Branche dieses Jahr mit 15 Milliarden Umsatz – ein Plus von 50 Prozent gegenüber 2019.

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Mehr Umsatz, mehr Personal: Onlinehändler rechnen 2021 laut einer neuen Umfrage mit einem Umsatzrekord. (Symbolbild)

Mehr Umsatz, mehr Personal: Onlinehändler rechnen 2021 laut einer neuen Umfrage mit einem Umsatzrekord. (Symbolbild)

Keystone

Mehr Kunden, grössere Einkaufsmengen, höhere Bestellfrequenzen: Ein Grossteil der Onlinehändler konnte seit Beginn der Coronapandemie von einem eigentlichen Boom profitieren. Dies zeigt eine am Mittwoch vorgestellte Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW). Sie kommt zum Schluss, dass der Schweizer Onlinehandel im laufenden Jahr einen Umsatz von 15 Milliarden Franken erreichen wird. Gegenüber 2019 ist dies laut ZHAW ein Plus von 50 Prozent.

Der Boom habe damit auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, so die Studie. Als Reaktion auf das weiterhin starke Wachstum habe die Mehrheit der Onlinehändler bereits zusätzliches Personal eingestellt. Dies betreffe die Bereiche Lager und Bestellbearbeitung, aber auch die E-Commerce-Abteilungen oder die Organisation. «Die Coronakrise hat diesbezüglich einen deutlichen Digitalisierungsschub bewirkt», wird ZHAW-Forscher Darius Zumstein zitiert.

Damit habe sich auch der Wettbewerb intensiviert. 70 Prozent der Onlinehändler spürten zunehmenden Preisdruck, heisst es in der Mitteilung weiter. Und auch bei der Beschaffung der Produkte gebe es zunehmend Probleme. Drei Viertel der Anbieter hätten gar angegeben, dass Lieferanten verzögert oder gar nicht liefern könnten. (wap)

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