Corona
Entlassungen drohen: MEM-Industrie leidet unter fehlenden Aufträgen

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) leidet weiter unter Corona: Jedes vierte KMU plant Entlassungen. Fehlende Aufträge sind die grösste Herausforderung.

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Die Schweizer MEM-Industrie ist nach wie vor in einer schwierigen Lage.

Die Schweizer MEM-Industrie ist nach wie vor in einer schwierigen Lage.

Keystone

(abi) Der quartalsweise erhobene Geschäftsklima-Index für die KMU-MEM liegt zum sechsten Mal in Folge im Minus. Die Corona-Rezession habe inzwischen historische Ausmasse angenommen, wie eine bei 300 Swissmechanic-Mitgliedsunternehmen durchgeführte Befragung zeige. Das teilte Swissmechanic am Donnerstag mit. Der Auftragsmangel bleibe die mit Abstand grösste Herausforderung.

Rund zwei von drei Betrieben haben gemäss dem Arbeitgeberverband Kurzarbeit angemeldet. Die MEM-Unternehmen erwarten, dass die effektive Kurzarbeit im ersten Quartal 2021 auf 26 Prozent ansteigen wird. Zudem haben 62 Prozent einen Einstellungsstopp verhängt und jedes vierte KMU plant Entlassungen. «Diese Zahlen zeigen, dass unsere Mitgliedsunternehmen schwierige und harte Entscheidungen treffen müssen, um in dieser Krise überleben zu können», wird Swissmechanic-Direktor Jürg Marti zitiert.

Die Branche sei noch keineswegs über dem Berg und brauche einen langen Atem. BAK Economics erwartet beispielsweise erst in der zweiten Jahreshälfte spürbare Impulse für die Nachfrage nach Produkten der Schweizer MEM-Industrie. Der Verband fordert daher, dass die Nothilfemassnahmen verlängert und differenzierter auf die einzelnen Branchen angewendet werden. Selbstständige und Personen in Arbeitgeberähnlicher Stellung sollen von Kurzarbeitsentschädigung profitieren können.

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