Chemieunternehmen
Lachgas-Ausstoss bei Lonza: Katalysator kommt doch noch im Jahr 2021

Nachdem unklar war, ob die Lonza den Katalysator zur Verminderung der Lachgas-Emissionen termingerecht in Betrieb nehmen kann, scheint das Vorhaben nun wie geplant zu klappen.

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Der geplante Katalysator soll die Lachgas-Emissionen um 98 Prozent vermindern.

Der geplante Katalysator soll die Lachgas-Emissionen um 98 Prozent vermindern.

PD

(sre) Seit Anfang Jahr ist bekannt, dass das Chemieunternehmen Lonza jährlich mehrere hunderttausend Tonnen klimaschädliches Lachgas ausstösst. Das Unternehmen verpflichtete sich im Februar, bis Ende 2021 einen Katalysator einzubauen, der die Emissionen deutlich verringern soll. Aufgrund der Coronakrise war zunächst unklar, ob dieser Termin eingehalten werden kann, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Es hätten sich bei Lieferanten Verzögerungen ergeben, weshalb man davon ausgegangen war, dass die Inbetriebnahme verzögert werde. Dies ist nun doch nicht der Fall, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Inbetriebnahme der Katalysator-Anlage solle wie geplant vor Ende 2021 erfolgen.

Lonza hatte die Lachgas-Emissionen im Frühjahr 2018 bei einer Kontrollmessung festgestellt und anschliessend dem Bund gemeldet. Der Ausstoss von zusätzlichen 600'000 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr wirkt sich negativ auf die Erreichung der Klimaziele aus, die Emissionen machen gemäss dem Bundesamt für Umwelt rund ein Prozent des jährlichen Treibhausgasausstosses der Schweiz aus. Mit dem Katalysator sollen die Lachgas-Emissionen nun um 98 Prozent verringert werden.