Chemie
Neuer Umsatz-Rekord: Ems-Gruppe erholt sich von Corona

Die EMS-Gruppe hat im ersten Halbjahr den Nettoumsatz und das Betriebsergebnis auf neue Rekordwerte gesteigert. Trotzdem soll die Dividende gesenkt werden.

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Die EMS-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr neue Rekorde beim Umsatz und Betriebsergebnis.

Die EMS-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr neue Rekorde beim Umsatz und Betriebsergebnis.

Keystone

Der Spezialist für Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien blickt auf ein gutes erstes Halbjahr zurück. Die EMS-Gruppe konnte ihren Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 37,9 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Franken steigern. Das Betriebsergebnis (Ebit) erhöhte sich um 41,6 Prozent auf 321 Millionen Franken, wie die EMS-Gruppe am Freitag mitteilte. Das seien währungsbereinigt neue Höchstwerte in der 85-jährigen Unternehmensgeschichte.

Die Erholung der weltweiten Konjunktur habe sich positiv auf die Verkaufsmengen ausgewirkt – vor allem im Absatzmarkt China konnte ein starkes Wachstum verzeichnet werden, wie es weiter heisst. Zudem lassen die Knappheit auf den Rohstoffmärkten und bei den Logistikleistungen die Preise kontinuierlich steigen. Dies zwinge die EMS laufend zu Preiserhöhungen bei den Kunden.

Steigende Rohstoffpreise wirken sich negativ aus

Bezüglich Betriebsergebnisentwicklung und -marge wirkten sich die kräftige Absatzentwicklung und die starke Spezialitätenposition positiv aus, wie es weiter heisst. Belastet wurden sie hingegen von «den massiv steigenden Rohstoffpreisen». Die Ebit-Marge erhöhte sich von 26,8 auf 27,5 Prozent. Für 2021 erwartet die EMS unverändert einen höheren Umsatz und ein höheres Betriebsergebnis als 2020.

Trotz neuen Rekorden und den positiven Erwartungen soll die Dividende gesenkt werden. Der Verwaltungsrat will der Generalversammlung eine Dividende von insgesamt 17 Franken pro Aktie beantragen. Im Vorjahr lag sie bei 20 Franken. (abi)