Bilanz
Nestlé jubelt trotz Corona: «Die globale Pandemie hat uns nicht gebremst»

Der Lebensmittelkonzern hat im vergangenen etwas weniger Gewinn als noch im Vorjahr gemacht. Besonders gewachsen sei vor allem der Bereich Tierfutter.

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Der Nestlé-Hauptsitz im waadtländischen Vevey.

Der Nestlé-Hauptsitz im waadtländischen Vevey.

Keystone

(mg/agl) Nestlé hat im vergangenen Jahr 12,2 Milliarden Franken Reingewinn gemacht. Das sind 3 Prozent weniger als noch im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. 2020 hat der Lebensmittelkonzern insgesamt einen Umsatz von 84,3 Milliarden Franken erwirtschaftet (2019: 92,56 Milliarden). Geschmälert wurde der Umsatz laut Mitteilung durch Wechselkurse und Veräusserungen.

«Die globale Pandemie hat uns nicht gebremst. Unser Ernährungswissen, unser Knowhow im Bereich Digitalisierung, unsere dezentralen Strukturen und unsere Innovationskraft haben es uns ermöglicht, rasch auf das veränderte Konsumentenverhalten und Trends zu reagieren», lässt sich CEO Mark Schneider in der Mitteilung zitieren. So habe Nestlé trotz Corona das organische Wachstum, die Rentabilität und die Gesamtkapitalrendite steigern können.

Dividende wird erhöht

Für die Aktionäre kündigt Nestlé eine Erhöhung der Dividende an. Sie soll um 5 Rappen pro Aktien auf 2,75 Franken erhöht werden. Die sei die «26. jährliche Dividendenerhöhung in Folge», wie es in der Mitteilung heisst. Besonders gewachsen seien die Bereiche Tierfutter, Milchprodukte und Kaffee. Für das laufende Jahr erwartet Nestlé ein «anhaltendes organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich.»

Am Mittwoch kündigte der Konzern zudem den Verkauf mehrerer Mineralwassermarken in den USA für 4,3 Milliarden Dollar an. Dies sei Teil einer strategischen Neuausrichtung.