Aussenhandel
Wirtschaft erholt sich weiter: Schweizer Exporte erreichen neuen Höchstwert

Der Schweizerische Aussenhandel ist weiter im Aufschwung. Sowohl Exporte als auch Importe legten im zweiten Quartal zu. Bei den Uhren wurde wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht.

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Die Schweizer Uhrenexporte haben wieder das Niveau von 2019 erreicht. (Symbolbild)

Die Schweizer Uhrenexporte haben wieder das Niveau von 2019 erreicht. (Symbolbild)

Keystone

Von April bis Juni wuchsen die Schweizer Exporte um 3,2 Prozent, was einem Anstieg von 1,9 Milliarden Franken gegenüber dem Vorquartal entspricht. Wie auch in den Vormonaten sind insbesondere gesteigerte Verkäufe der Chemie- und Pharmabranche für das Wachstum verantwortlich, wie neue Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zeigen. Ebenfalls zulegen konnten die Verkäufe von Metallen und Präzisionsinstrumenten, während jene von Maschinen und Elektronik sich reduzierten. Rückläufig waren auch die Exporte von Schmuck und Juwelierwaren.

Die vierteljährlichen Exporte überschritten von April bis Juni erstmals die 60-Milliarden-Marke, wie die EZV schreibt. Auch die Handelsbilanz des zweiten Quartals wies mit einem Überschuss von 11,5 Milliarden Franken einen neuen Höchstquartalswert auf. Auch die Warenimporte in die Schweiz haben im zweiten Quartal 2021 um 3,8 Prozent oder 1,8 Milliarden Franken zugenommen. Wie bei den Exporten waren laut der EZV chemisch-pharmazeutische Produkte der grösste Wachstumstreiber. Auch Energieträger und Metalle wurden von April bis Juni deutlich häufiger Importiert als im Vorquartal. Die Importe von Fahrzeugen waren derweil weiterhin leicht rückläufig.

Lichtblick für die Uhrenindustrie

Für die Schweizer Uhrenbranche gibt es derweil einen Lichtblick. Die Exporte verzeichneten im zweiten Quartal einen Anstieg von 1,9 Prozent und erreichten damit das Niveau von vor der Coronakrise. Im ersten Halbjahr erreichten die Uhrenexporte 10,6 Milliarden Franken, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie mitteilt. 54 Prozent der Exporte gingen dabei nach Asien, die Ausfuhren in europäische Länder waren deutlich rückläufig und machen noch einen Viertel der Verkäufe aus. Der Verband zeigt sich in einer Mitteilung dennoch über die Zahlen erfreut. «Die Aussichten bessern sich langsam, bleiben jedoch von grosser Ungewissheit geprägt.» (agl)