Arbeitsbedingungen
Werbeverträger können aufatmen: Post erhöht Lohn um fünf Prozent

Nach monatelangem Protest gibt die Post endlich nach. Sie erhöht die Löhne für Werbeverträger der Tochterfirmen Epsilon und DMC. Die 18,27 Franken entsprechen dem gesetzlichen Mindestlohn.

Drucken
Teilen
Werbeverträger von zwei Tocherunternehmen erhalten mehr Lohn. Die Post hat eingelenkt.

Werbeverträger von zwei Tocherunternehmen erhalten mehr Lohn. Die Post hat eingelenkt.

Keystone

Erklärtes Ziel der Post ist es, eine einheitliche Lösung für die ganze Branche zu erreichen. Nun erhöht das Unternehmen die Löhne ihrer Werbeverträgerinnen und -verträger der Tochtergesellschaften Epsilon und Direct Mailing Company um fünf Prozent auf 18,27 Franken pro Stunde, wie die Post am Donnerstag mitteilte. Das entspricht dem gesetzlichen Mindestlohn für Postdienstleistungen. Inklusive aller Zuschläge verdienen die Verträger nun ab nächstem Jahr mindestens 19,86 Franken pro Stunde.

Die Post fordert nun von den Sozialpartnern, dass sie sich für eine Lösung für die ganze Branche einsetzen. Weiter erwartet sie von Konkurrenten ebenfalls gleichzuziehen und ihre Löhne anzupassen. Die Spiesse müssten für alle Akteure gleich lang sein, heisst es in der Mitteilung.

«Kleiner Schritt in die richtige Richtung»

Die Gewerkschaft Syndicom erachtet die Lohnerhöhung als «kleinen Schritt in die richtige Richtung». Damit korrigiert die Post die Tiefstlöhne der Angestellten leicht nach oben, heisst es in einer Stellungnahme. Die Angestellten von Direct Mailing Company verdienten zurzeit 17.44 Franken pro Stunde.

Mit der Lohnerhöhung dürfte jedoch keine Ruhe einkehren. Erst im Juli kündigte die Post an, Epsilon bis nächstes Jahr in die beiden bestehenden Zustellorganisationen Presto-Vertriebs AG und Direkt Mail Company zu integrieren. Bei den Führungsfunktionen und der Administration sei ein Stellenabbau «wahrscheinlich nicht zu vermeiden». Betroffen von der Integration sind 580 Mitarbeitende. (rwa)

Aktuelle Nachrichten