ZOO ZÜRICH
Tod von Gorillaweibchen Mawimbi geklärt: Sie litt an seltener Erkrankung

Ende April musste im Zoo Zürich das Gorillaweibchen Mawimbi eingeschläfert werden. Ihr Zustand verschlechterte sich stetig, doch woran sie litt, war unklar. Nun bringt eine Untersuchung Licht in die Angelegenheit.

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Das Tierspital hat Mawimbi untersucht und die Ursache für ihren unerwarteten Tod festgestellt.

Das Tierspital hat Mawimbi untersucht und die Ursache für ihren unerwarteten Tod festgestellt.

Zoo Zürich

Mawimbi wurde am 21. April aufgrund einer schweren Erkrankung eingeschläfert. Das achtjährige Gorillaweibchen war zuvor als schlapp und appetitlos aufgefallen. In den folgenden Tagen verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand dann so drastisch, dass sie kaum Aussichten auf eine Genesung hatte. Der Zoo Zürich war ratlos: Blutbild sowie ein Ultraschall hätten keine Auffälligkeiten gezeigt.

Pathologische Untersuchungen des Tierspitals sorgen nun für Klarheit. Mawimbi litt demnach an einer akuten Gehirnentzündung, wie der Zoo Zürich am Mittwoch mitteilt. Ausgelöst wurde die Gehirnentzündung durch eine Amöbenart, die über kleine Wunden oder durch Einatmung in den Körper gelangt.

Gemäss dem Zoo Zürich handelt sich um eine sehr seltene und tödliche Erkrankung. Das Wissen darüber beruhe hauptsächlich auf untersuchten Einzelfällen, bei denen die Amöbe bei Hunden, Pferden oder Primaten und auch bei Menschen nachgewiesen worden sei. Die Krankheit sei jedoch nicht ansteckend, und somit besteht weder für Menschen noch die anderen Gorillas im Zoo eine Gefahr, heisst es. (dpo)