Wölfe reissen über zehn Schafe im Rheintal und im Appenzellerland

In der Ostschweiz sind mehrere Wölfe unterwegs. Sie haben seit Ende Oktober über zehn Schafe gerissen. Der Herdenschutz soll nun verbessert werden.

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Im St.Galler Rheintal und im Appenzellerland sind mehrere Wölfe unterwegs.

Im St.Galler Rheintal und im Appenzellerland sind mehrere Wölfe unterwegs.

Bild: Benjamin Manser

(pd/nat/rwa) Seit Ende Oktober sind im St. Galler Rheintal und den angrenzenden Gebieten in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden elf Schafe und eine Ziege von Wölfen getötet und fünf weitere Schafe verletzt worden. Das gaben die St. Galler Behörden am Montag bekannt. Sie gehen davon aus, dass zwei oder drei Wölfe im Gebiet unterwegs sind.

Auch im Appenzellerland in den Gemeinden Walzenhausen, Wolfhalden, Schachen Reute, Speicher und Urnäsch sowie im Bezirk Oberegg sind mehrere Risse und glaubhafte Wolfbeobachtungen gemeldet worden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Ein Wolf wurde mitten in Speicher gesichtet.

Um weitere Schäden an Schafen zu reduzieren, ist ein ausreichender Herdenschutz auf der Weide mit Elektrozaun wichtig. Wenn möglich sollten die Schafe nachts eingestallt werden. Die neusten Ereignisse zeigen, dass mit der steigenden Wolfspopulation in ganz Mitteleuropa auch mit mehr durchziehenden Einzeltieren zu rechnen ist. Solche Einzelwölfe können zu jeder Jahreszeit nachgewiesen werden, so auch im Winter.