Wintersport
Lange Warteschlangen bei den Bergbahnen: Neuschnee und Sonne locken Schneesportler in Scharen auf die Pisten

Grossandrang in den Schweizer Skigebieten: Das schöne Wetter und der Neuschnee sorgten am Samstag für lange Schlangen bei den Bergbahnen. Drei Personen starben in Lawinen.

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In Verbier drängten zahlreiche Wintersportler auf die Pisten.

In Verbier drängten zahlreiche Wintersportler auf die Pisten.

Bild: Keystone

(abi) Die starken Schneefälle am Freitag und das schöne Wetter lockten vor allem am Samstag die Wintersportler in die Berge. Der Ansturm war teilweise so gross, dass der Ticketverkauf bereits am Morgen eingestellt wurde und die Polizei Zufahrten sperren musste. Der grosse Andrang führte vor allem in den sozialen Medien zu grosser Kritik.

Im Skigebiet Flumserberg am Walensee waren rund 7000 Wintersportler auf den Pisten unterwegs. Diese hätten sich oben im Gebiet gut verteilt, schreiben die Bergbahnbetreiber auf Anfrage. Zum Vergleich: Vor Corona waren es an Spitzentagen jeweils 12'000 Personen. Allerdings war der Parkplatz in Unterterzen bereits früh voll. Daher stoppten die Betreiber noch am Morgen den Ticketverkauf und sperrten die Autobahnausfahrt. Auch die Züge hielten in Unterterzen nicht mehr an.

Laax zählte am Samstag rund 10'000 Ersteintritte, wie es auf Anfrage hiess. Mehr ging nicht. Denn als Teil ihres Schutzkonzeptes werden Tageskarten so kontingentiert, dass die vom Kanton vorgegebene Kapazitätsgrenze nochmals um rund einen Drittel unterschritten wird. Dieses Kontingent wurde am Samstag aufgebraucht, heisst es weiter.

Lawinen fordern drei Todesopfer

Der viele Neuschnee forderte am Samstag seinen Tribut: In den Bergen bestand grosse Lawinengefahr, zahlreiche Lawinen gingen nieder. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) bezeichnete am Samstag die Verhältnisse für Schneesport abseits der gesicherten Pisten denn auch selbst unter der Waldgrenze als «sehr gefährlich».

Auf dem Stoos im Kanton Schwyz kam trotz Lawinenwarnung ein 49-jähriger Skifahrer aus dem Kanton Zug ums Leben, der abseits der Skipisten unterwegs war. Kurz darauf verschüttete am Engelberger Laub eine Lawine, die sich ausserhalb der markierten Piste löste, mehrere Personen: Eine starb, eine weitere wurde erheblich verletzt und die dritte konnte unverletzt aus den Schneemassen geborgen werden.

Weniger Glück hatte gegen 16 Uhr ein 53-jähriger Skifahrer in Klosters GR: Er wurde abseits der markierten Pisten zusammen mit einem weiteren Skifahrer von einer Lawine erfasst und konnte nur noch tot geborgen werden. Der andere Schneesportler konnte sich selbstständig befreien.