Wetterbilanz
Viele Frosttage: Der April war so kalt wie seit 20 Jahren nicht mehr

Trotz viel Sonne: Der April war in der Schweiz teilweise um mehr als 2 Grad zu kühl. In der Deutschschweiz war es vielerorts der kälteste April seit mindestens 20 Jahren.

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Trotz viel Sonnenschein war es im April kälter als üblich.

Trotz viel Sonnenschein war es im April kälter als üblich.

Keystone

(abi) In der Westschweiz, im Tessin und im Walis war es im vergangenen Monat ein paar wenige Zehntelgrade kühler als sonst, lokal auf den Bergen und in höheren Alpentäler mehr als 2 Grad. Das teilte MeteoSwiss am Samstag mit. In der Deutschschweiz sei vielerorts der kühlste April seit 20 Jahren verzeichnet worden. In Aarau war es beispielsweise im Mittel 1 Grad kälter als normal, in Luzern 0,6 Grad, in St. Gallen 1,3 Grad und in Basel-Binningen gar 1,5 Grad.

Dabei machten die Temperaturen grosse Sprünge: Vom 2. auf den 3. und vom 5. auf den 6. April sanken sie innerhalb eines Tages um knapp 10 Grad und vom 11. auf den 12. April sogar um mehr als 12 Grad. Es gab teilweise auch Schneeschauer bis ins Flachland.

Viel mehr Frosttage als üblich

Auch gab es im April vor allem in der ersten Hälfte aussergewöhnlich viele Frosttage, wie es weiter heisst. In Bern wurden 14 Tage registriert, in Zürich deren 11. Gemäss MeteoNews liegt die Norm von 1981 bis 2010 im Flachland auf der Alpennordseite zwischen 1 und 5 Frosttagen.

Der April machte seinem Namen alle Ehre: Denn trotz ziemlich durchwachsenem Wetter gab es in der ganzen Schweiz gegenüber dem langjährigen Mittel einen Sonnenstundenüberschuss. In Bern, in Teilen der Westschweiz und im Wallis schien die Sonne beispielsweise über 50 Prozent mehr als normal.

Gleichzeitig brachte der April verbreitet ein sehr grosses Niederschlagsdefizit – vor allem im Wallis, im Engadin sowie in Teilen von Mittelbünden. Da auch schon der März viel zu trocken war, gab es vereinzelt Waldbrände.