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«Hundstage» beginnen mit heftigen Gewittern – Bund warnt vor Unwettern

Die sogenannten Hundstage ist meist die heisseste Zeit des Jahres. Heuer beginnen sie zwar heiss – dürften aber vor allem wegen der erneut erwarteten und teilweise heftigen Gewitter zu reden geben.

André Bissegger und Samuel Thomi
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Die bereits gut gefüllten Flüsse – im Bild der Hagneckkanal der Aare im Seeland – dürften in den kommenden Tagen wieder ansteigen.

Die bereits gut gefüllten Flüsse – im Bild der Hagneckkanal der Aare im Seeland – dürften in den kommenden Tagen wieder ansteigen.

Keystone

Die «Hundstage» haben am Freitag begonnen und dauern bis zum 23. August. Traditionell bezeichnen sie die heissesten Tages des Jahres, wie MeteoNews am Freitag in einer Mitteilung schreibt. Auch in diesem Jahr beginnen sie heiss. Die Hitze dürfte aber bereits am Wochenende fürs Erste durch teilweise heftige Gewitter wieder zu Ende gehen. Das zumindest weissagen die aktuellen Prognosen.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz) hat wegen der Gewitter denn auch für grosse Teile des Landes ab Samstagnachmittag bis am frühen Sonntagmorgen Gefahrenstufe 3 von 4 ausgerufen. Konkret muss mit Hagel, Sturmböen, Starkregen und einer hohen Blitzaktivität gerechnet werden.

Gemäss MeteoNews fällt danach vor allem am Montag und Dienstag viel «gewittrig durchsetzter Regen». Noch ist aber vieles unklar: Aus aktueller Sicht würden sich auf der Alpensüdseite bis zum Donnerstagmorgen 100 bis 150 mm Regen ergeben. Aber auch Ausreisser bis gegen 200 mm seien möglich, heisst es weiter.

Gefahr von Hangrutschen steigt an

Auf der Alpennordseite dagegen sind es je nach Modell zwischen 15 und über 100 Litern. «Zwar erwartet uns kein flächendeckender Dauerregen, aber doch immer wieder Regengüsse mit hohen Intensitäten», schreibt MeteoNews. Diese seien räumlich sehr inhomogen verteilt.

Da die Böden nach wie vor gut mit Wasser gesättigt sind, dürfte mit dem erneuten Regen auch die Gefahr von Hangrutschungen und Murgängen wieder ansteigen. Auch die Bach- und Flusspegel könnten wieder ansteigen. «Die grösseren Seen reagieren langsamer», schreibt MeteoNews. In Abhängigkeit zur Niederschlagsmenge müsse «wohl mit stagnierenden oder wieder steigenden Wasserständen gerechnet werden.»

Der Kanton Bern teilte derweil mit, dass der Pegel des Bielersees bisher um knapp 60 cm gesunken sei. Er könne über das Wochenende kurzfristig wieder ansteigen. «Die Pegel von Thuner- und Brienzersee werden voraussichtlich auf ihren Niveaus verharren oder leicht ansteigen», heisst es in der Mitteilung. Die Seepolizei sei nach wie vor in erhöhter Bereitschaft und es sei weiterhin Vorsicht geboten.

Droht verregneter 1. August?

Auch in der zweiten Wochenhälfte – und vermutlich bis in den August hinein – soll die unbeständige Witterung in der Schweiz mit wiederholt aufziehenden Tiefs gemäss dem Wetterdienst anhalten. Damit wartet die Schweiz weiterhin auf eine richtige Hitzeperiode.

Laut SRF Meteo sind die am 13. Juni im Tessin gemessenen 34,3 Grad nämlich noch immer Jahresrekord. Die Messung stammt aus der Magadinoebene bei Nordföhn. Auf der Alpennordseite dagegen liegt der aktuelle Spitzenwert demnach noch immer bei 33,6 Grad, gemessen mit Südföhn am 18. Juni in Bad Ragaz.

Die Hundstage haben übrigens nichts mit Vierbeinern zu tun. Der Name der monatige Phase mit meist dem heissesten Wetter des Jahres lässt sich bis in die Zeit der alten Ägypter zurückverfolgen und steht in Verbindung zum Stern Sirius im «Grossen Hund».

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