Welt-Rotkreuz-Tag
Coronakrise: Das Schweizerische Rote Kreuz ruft zu mehr Solidarität auf

Die Coronapandemie hat die soziale Ungleichheit verschärft. Auch hierzulande sind viele in Not geraten. Aus Anlass des Welt-Rotkreuz-Tages fordert das Schweizerische Rote Kreuz daher mehr Solidarität.

Merken
Drucken
Teilen
In der Coronakrise fordert das Schweizerische Rote Kreuz mehr Solidarität.

In der Coronakrise fordert das Schweizerische Rote Kreuz mehr Solidarität.

SRK

(dpo) Die Coronapandemie hat vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern bereits bestehende Probleme wie die Ernährungsunsicherheit verschärft. Doch auch ein Blick auf die Schweiz zeigt, dass viele Menschen in finanzielle Not geraten sind. Aus diesem Grund ruft das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) anlässlich des Welt-Rotkreuz-Tages am Samstag zu mehr Solidarität auf.

Das Virus könne nur mit «grenzüberschreitender Solidarität und dem Engagement aller Akteure auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene bekämpft werden», schreibt die Hilfsorganisation in einer Mitteilung.

Bund und Kantone sollen Notdürftige weiter unterstützen

So fordert das SRK etwa, dass auch in ärmeren Ländern Risikopersonen so rasch wie möglich geschützt werden sollen. Dazu benötigten diese jedoch genügend Impfstoff und massive Unterstützung bei der Logistik. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften habe sich zum Ziel gesetzt, weltweit 500 Millionen Personen zu impfen.

Gemäss dem Schweizerischen Roten Kreuz können aber auch hierzulande viele Menschen ihre lebensnotwendigen Ausgaben nicht mehr stemmen. Bund und Kantone müssten diese Menschen darum weiter unterstützen. Die Unterstützung von Hilfsorganisationen solle dabei subsidiär bleiben, also unterstützend und ergänzend.

Laut eigenen Angaben hat das SRK im letzten Jahr Menschen in Not finanzielle Soforthilfen im Umfang von 11,5 Millionen Franken gewährt.