Virus
Vogelgrippe: Geflügelhalter in Genf und der Region Nyon müssen Massnahmen ergreifen

Im Kanton Genf und der Region Nyon gelten in Seenähe neue Massnahmen für Geflügelhalter, nachdem im französischen Departement Haute-Savoie die Vogelgrippe nachgewiesen wurde.

Merken
Drucken
Teilen
Geflügelhalter am Genfersee müssen aufpassen. (Symbolbild)

Geflügelhalter am Genfersee müssen aufpassen. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Da der Fall in Seenähe aufgetaucht ist, könne zurzeit nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus auf wildlebende Wasservögel übertragen wurde, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) vom Donnerstag. Entlang der Ufer des westlichen Teils des Genfersees (Petit Lac) wurden deshalb Kontroll- und Beobachtungsregionen definiert.

Geflügelhalter dürfen dort ihre Tiere nur noch in den Stallungen tränken und füttern, Auslaufflächen müssen mit Netzen abgedeckt werden. Zudem gilt es, den Gesundheitszustand des Geflügels genau zu beobachten. Wie das BLV weiter schreibt, sei eine Ausbreitung des Virus in der Schweiz unwahrscheinlich, da die grossen Migrationen der Vögel zu Ende gehen. Der Ausbruch habe zudem keinen Zusammenhang mit der aktuellen Situation in Süddeutschland.

In Deutschland wurden infizierte Junghennen verkauft, wodurch sich die Vogelgrippe ausbreiten konnte. In den Kantonen Schaffhausen, Aargau und Baselland gelten deshalb aktuell verschiedene Vorsichtsmassnahmen, um eine Einschleppung in die Schweiz zu verhindern. So sind beispielsweise Märkte und Veranstaltungen mit Geflügel verboten.