Jagd
Wolf reisst im Glarnerland fünf Ziegen – Abschüsse in Wallis und Waadt

Im Kanton Glarus gab es einen weiteren Wolfsangriff auf eingezäunte Tiere. Für die Kantone Wallis und Waadt hat das Bundesamt für Umwelt Abschussbewilligungen erteilt.

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Der Wolfsangriff in Engi im Kanton Glarus ist der jüngste von zahlreichen Vorfällen in diesem Sommer.

Der Wolfsangriff in Engi im Kanton Glarus ist der jüngste von zahlreichen Vorfällen in diesem Sommer.

alpwirtschaft.ch/HO

Der Wolfsangriff habe sich in der Nacht von Freitag auf Samstag ereignet, meldete der Kanton am Montag. Die Ziegen hätten sich auf einer eingezäunten Weide befunden, seien aber wegen der Anwesenheit des Raubtiers ausgebrochen. Drei Ziegen wurden vom Wolf getötet, zwei weitere verletzt. Die restlichen Ziegen seien von der Weide zurück in den Heimbetrieb gebracht worden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Jüngst gab es vermehrt Bericht über Wolfsrisse in diversen Teilen der Schweiz. Letztes Wochenende etwa waren auf einer eingezäunten Weide in Elm sechs Schafe von einem Wolf gerissen und zwei weitere Tiere verletzt worden.

Ebenfalls am Montag gab das Bundesamt für Umwelt (Bafu) bekannt, dass Abschussgesuche für je zwei Jungwölfe im Wallis und der Waadt genehmigt worden seien. Das Walliser Gesuch betrifft ein Rudel im Val d'Hérens, wo Wölfe trotz Herdenschutzmassnahmen Schafe gerissen hatten. Im Waadtland hat ein Rudel im Gebiet Marchairuz angefangen, Rinderherden anzugreifen. Dabei wurden bisher mindestens zwei halbjährige Kälber gerissen.

Seit dem 15. Juli können Wölfe in der Schweiz aufgrund einer Revision der Jagdverordnung früher abgeschossen werden als bisher. Der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband forderte jedoch schon am 22. Juli weitergehende Anpassungen. Die Auswirkungen der Ausbreitung des Wolfes seien unterschätzt worden, Herdenschutzmassnahmen erwiesen sich zunehmend als wirkungslos. Die Alpwirtschaft befinde sich deshalb in einer akuten Notlage, hiess es. (wap)

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